52. Aufgeklärte Staatsmaschine gegen die Flügel der Deutschheit
Was ist der Staatszweck der Republik?
1814 war für Hamburg das Jahr des Neubeginns nach dem Ende des napoleonischen Kaiserreichs. Aber war ein solcher Neubeginn mit der spätbarocken Verfassung von 1710/12 überhaupt machbar? Die einen träumten von nationaler Wiedergeburt, die anderen setzten auf die kühle Logik der Verbesserung.
Dies ist Teil 52 der Aufklärung in Hamburg: Johann Heinrich Bartels, Amandus Augustus Abendroth, Ferdinand Beneke und die Verbesserung einer deutschen Republik 1790–1835. Die Einleitung beschreibt, worum es geht, und ein Überblick über die bisher veröffentlichten Kapitel findet sich hier.
Aufklärer konnten in wenigen Worten zusammenfassen, was der Staat zu leisten hatte: Kraftvoll verbessern sollte er. Voraussetzung dafür war die Simplifizirung unserer Staatsmaschinerie.[1] So Dr. Amandus Augustus Abendroth. Er und seine politischen Freunde setzten auf mehr Energie durch eine simplifizierte Republik. Und wozu sollte sie ihre neue Energie einsetzen? Für das Nützliche, das Vernünftige, das Notwendige. Das war 1814 das Ziel von Abendroths Wünschen für die Zukunft der Republik. Alle Vorschläge gründen sich auf die Ueberzeugung ihrer Nützlichkeit, ja, ihrer Nothwendigkeit.[2]
Der Standpunkt aber hatte seine Gegner. Ferdinand Beneke fiel bei diesen exzessiven Nützlichkeitspredigten das etwas gemeine Wort der Runkelrübenaufklärung ein.[3] Den Aufklärern wiederum entging dieser Angriff nicht, und sie attackierten ihrerseits ihre Gegner als Schwärmer. Schwärmer war ein Kampfbegriff der Vernünftigen und Nüchternen gegen die Patrioten und nationalen Ideologen der neuesten Zeit. Konnten sie vielleicht durch das System der Checks and Balances, durch die juristischen Formalitäten der Verfassung in Schach gehalten werden? Abendroth meinte es genauso: Uebrigens wünsche ich, durch die Erfahrung belehrt, daß durch die Aufhebung zu vieler Formen es nicht dem Enthusiasmus oder der Schwärmerey gelinge, sich solcher Versammlungen – der Bürgerschaft der Republik – zu bemächtigen; fehlt hier die kalte Ueberlegung, so ist den Intriganten und Schwärmern Thor und Thür geöffnet.[4] Daraus aber ergab sich ein Dilemma. Die Checks and Balances hielten die Schwärmer in Schach, sie behinderten aber auch die Verbesserungen.
Da war es beruhigend, dass an der Hamburger Verfassung gar keine grundstürzenden Veränderungen vorgenommen werden mussten. Denn alles in allem, fand der Reformsenator, waren die Leistungen des Hamburger Gemeinwesens unter seiner alten Verfassung auch nicht zu unterschätzen. Wo ist ein Staat, können wir mit Stolz fragen, wo die Constitution bey einer Revision so weniger Abänderungen bedarf? Wo ist ein Staat, können die Vorsteher des Staats mit gerechtem Selbstgefühl fragen, wo in der Verwaltung so wenig zu ändern ist, wo die Regierung väterlicher war, wo selbst die sorgfältigste Nachsuchung keine Flecken an den Personen der Staatsvorsteher zu entdecken vermochte?[5] Das Problem bestand nur darin, dass Vernunft und Erfahrung auch in Verfassungsfragen nicht mehr der allgemein gültige Maßstab waren.
Die bürgerliche Eintracht war durch die Regimewechsel der vergangenen Jahre schwer in Mitleidenschaft gezogen. Besonders Abendroth, der erste Repräsentant der französischen Commune Hamburg, geriet in Bedrängnis. Die Angriffe begannen schon im Frühjahr 1813, in den Monaten der ersten Befreiung. Sonderlich klug war es nicht, dass er als Senator weiterhin im Stadthaus am Neuen Wall residierte, das gerade noch als offizieller Amtssitz des Maires gedient hatte.[6] Das Volk unterstellte – vielleicht nicht ganz zu Unrecht – Anhänglichkeit Abendroths an Napoleon, der Senator schätzte vielleicht einfach nur ein funktionierendes Büro. Die national entflammte öffentliche Meinung konnte es nicht vertragen und das Volk hielt das Stadthaus Abendroths nach der patriotischen Großtat der Befreiung für den geheimen und konspirativen Sitz der französischen Macht. Die Angriffe gingen nicht spurenlos an ihm vorbei. Ich läugne es nicht, schrieb er später, als er die Fassung einigermaßen wiedergefunden hatte, ich habe nie eine unangenehmere Empfindung gehabt, als die, wie ich … von einigen verlästert und verkannt wurde. Wenn die Bessern es auch wußten, was ich gethan, so war dies Lästern doch höchst schmerzhaft.[7] Er hoffte auf Besserung. Wenn man nur das Gute im Auge hat, so sehn dies alle Parteien endlich ein.[8] Das allerdings war die Frage.
Nach der neu gewonnenen Unabhängigkeit im Frühjahr 1814 wollten Senat und Kammern gegensteuern und Abendroth zu Hilfe kommen. Beabsichtigt war eine Demonstration bürgerlicher Solidarität über alle Regime- und Parteigrenzen hinweg. Das Präsidium der Bürgerschaft beantragte gleich im ersten Konvent eine öffentliche Anerkennung der Verdienste des ehemaligen Maires um das Gemeinwesen. Die Aktion missglückte, obwohl vier der fünf Kammern dafür stimmten. Wäre es nur um die Mehrheit gegangen, wäre alles gut gewesen. Da aber demonstrative Eintracht auf dem Programm stand, störte auch die Opposition einer einzigen Kammer. Das war Katharinen, und dahinter stand Ferdinand Beneke. Ihm gelang es, fast die ganze Katharinenkammer auf seine Seite zu ziehen: 80:3.[9] Das Bürgerschaftspräsidium zog die Resolution zurück, für jetzt, wie es hieß, der Ärger über die missglückte Aktion der Bürgersolidarität blieb deutlich hörbar.[10] Am 25. Mai sprach wenigstens der Rat Abendroth sein Vertrauen aus, einen Tag später erschien diese Erklärung in den Gemeinnützigen Nachrichten.[11]
Ein paar Elbrepublikaner stellten sich taub. Sie hatten einen neuen Zeitgeist ausgemacht. Er trat christlich und national auf, gern auch im deutschen Rock, und nahm in den parlamentarischen Kammern der Republik Platz. Deutschheit zählte, und darum ging es Ferdinand Beneke, der bewaffnet und kostümiert aus dem Felde in die etwas prosaische und trübe Republik der Runkelrübenaufklärung zurückkehrte und den Zeitpunkt für gekommen hielt, seine idealischen Träume von deutschem Weben und Wesen in die politische Wirklichkeit umzusetzen. Er wollte für die Hamburger Verfassung einen neuen Geist, einen neuen StaatsZweck und die Hinzufügung aller jener Instituzionen der Zeit, wodurch wir uns dem deutschen Reiche assimiliren.[12] In diesem Sinne schrieb er dann auch direkt an Abendroth: Wenn daher das Ausbessern unserer alten Einrichtungen einen Theil der nöthigsten Arbeiten ausmacht, so wird unsere Assimilirung zu dem neuen deutschen Reiche den zweiten viel beträchtlicheren ausmachen.[13] Das klang dann doch wieder nach nationalem Jakobinertum, wenn auch Beneke dem Freund Friedrich Perthes versicherte: An Revoluzioniren … denkt wol Niemand im Ernste weniger, als ich.[14] Aber Deutschheit war sehr viel radikaler als sachlich begründete Reform. Die aufgeklärten Reformer, von Beneke diffamiert als national unzuverlässige Kleingeister und verweichlichte Spießbürger,[15] waren auf der Hut.
Ferdinand Beneke liebte Verfassungen. Er entwarf, verwarf, konstruierte, balancierte. Seine Entwürfe füllten Dutzende von Seiten.[16] Für den Augenblick blieben sie Schreibtischprodukte. Welche Ideen dahintersteckten, war nicht einfach zu sagen. Manches erinnerte an das aufgeklärte Standardprogramm. Ein verkleinerter Senat,[17] Gleichheit der Konfessionen, Trennung von Politik und Justiz spielten eine Hauptrolle, sogar jüdische Vertreter in der Bürgerschaft[18] und die Beibehaltung der Zivilstandsgesetze[19] kamen dazu. Die Republik sollte einen BevölkerungsControlleur[20] ernennen, auch einen Verwaltungssenat.[21] So etwas hatte sie noch nie gehabt und ein Verwaltungssenat konnte wohl gewisse Kompetenzprobleme mit sich bringen. Dann schrieb Beneke, sehr modern, von der unveränderlichen Grundlage der Menschen Rechte, und der bürgerlichen Gleichheit.[22] Meinte er das so? Das war zweifelhaft. In unbeobachteten Momenten wütete er gegen Judenstaat[23] und Zivilstand. In seinen Verfassungsentwürfen stand das Gegenteil. Es war unerklärlich.
Die neue Ordnung stellte er in schönen Tableaus und Organigrammen dar, mit liebevoller Unterordnung hier, gravitätischer Überordnung da. Sie hatte immer etwas Gärtchenhaftes, Ausgedachtes, Unpraktisches an sich, er glaubt ein Republikaner zu seyn und ist nichts weniger.[24] Das war die Ansicht Dr. Abendroths über diesen politischen Theoretiker und es war wohl etwas daran. Neue, ungetestete und inhaltsleere Begriffe wie Bürgerrat verstärkten den Eindruck, von dem dann wieder kein Mensch wusste, wie der eigentlich funktionieren sollte. Jedenfalls bestand er aus Repräsentanten und Assistenten.[25] Separate Repräsentation für Handwerker, Militärs, Landwirte und Seeleute hatte Dr. Beneke sich ausgedacht.[26] Das klang nach aufpolierter mittelalterlicher Ständerepräsentation und passte gut zur Deutschheit. Möglicherweise würden sie in der Bürgerschaft gleichberechtigt neben den Kirchspielen weitere parlamentarische Kammern bilden – oder eben Ausschüsse oder Deputationen. Kein Mensch wusste es so genau. Es war so ziemlich das Letzte, was sich der praktische Dr. Abendroth vorstellen konnte, vor allem, wenn diese Ständevertretungen auch noch mit einem imperativen Mandat ausgestattet werden sollten. Ich bin gar nicht für deputationsweise Zulassung; das veranlast Kabale Intrigue und ungeheuren Zeitverlust, vorzüglich wenn man die zu Repräsentirenden befugen will, ihre Repräsentanten zu instruiren: es wird des Streitens und Zankens kein Ende und nichts damit gewonnen.[27] Darum machte sich der politische Praktiker Sorgen. Für Dr. Beneke zählte am Ende nur eins, die Nation: Nur ein tüchtiges selbständiges, auf VolksNatur, und geographisch politische Umstände gegründetes Vaterland gewährt das Lebens Element des Bürgers im edelsten Sinne der Menschheit.[28] Das war der christlich-vaterländische Zeitgeist, den Beneke immer wieder beschwor.
Für die Republik war das nicht ganz ungefährlich, weil die national begeisterte öffentliche Meinung, die in der Bürgerschaft Fuß gefasst hatte, mit dem Senat in Opposition geriet. Als 1816 der Bremer Senator Friedrich Wilhelm Heineken aus Hamburg zurückkam, berichtete er seinem Kollegen Johann Smidt von Spannungen an der Elbe. Er wusste auch, wer schuld daran war, der aufgeklärte Senat selbst nämlich, denn er will in keinem Stücke sich dem Zeitgeiste – und der war deutsch – anpassen und rennt mit sehenden Augen in sein Verderben.[29] Smidt selbst fand ein Jahr später, daß auf dem Hamburgischen Boden jetzt nichts recht gedeihen will.[30] Das hatten ihm seine national bewegten Freunde Beneke und Perthes vertraulich geschrieben. Die Herren des Hamburger Rats teilten diese Meinung keineswegs.
Die Freunde der Nation verwandelten die Verfassungsreform in ein Kampfinstrument gegen die alte politische Führung. Sie brachten das deutsche Volk gegen seine immer noch französisch geprägte Elite in Stellung, auch in den kleinen Republiken des Nordens. Die Weisheit unserer deutschen Staatsmänner, schrieb der Bremer Senator Smidt Anfang 1815 an seinen Kollegen Gröning, hat sich in der letzten Generation nicht auf eigenem Boden erzeugen … können, sie ist eine erlernte, und in ihrem ganzen Wesen, Thun und Treiben fast ohne Ausnahme durch und durch französischer Art und Kunst.[31] Die neu gestalteten Verfassungen sollten dies ändern. Durch sie sollte der nationale Geist des Volkes in die Regierungen übergehen. Dieser Uebergang aus dem Geiste des Volkes in den der Regierung ist aber nirgends leichter, und wird sich nirgends schneller effectuiren, als grade in den freyen Städten – Es wird sich die im Entfalten ihrer Flügel begriffene Deutschheit bey ihnen am ersten der Raupenhülle entledigen.[32]
In Hamburg kam die regierende politische Klasse nicht darauf. Sie wollte auch gar nicht. Sie erfreute sich überlegener und von Erfahrung approbierter Einsichten, kurz einer Kultur der zweckmäßigen und vernünftigen Verbesserung. Die politische Kultur des Verstandes machte politische Rechte lieber vom Besitz von Staatsanleihen als von deutscher Gesinnung abhängig. Das war das Prosaische an dieser Republik, es trieb die nationalen Poeten zur Verzweiflung. Das politische Establishment jedoch sorgte umgehend für die Wiederherstellung eines politischen Systems, das der – ja auch immer leicht jakobinisch gefärbten - nationalen Begeisterung die Flügel kappte. Dieser Weg entsprach einer Einsicht, der sich die reformierenden Aufklärer der Republik in den letzten Jahrzehnten genähert hatten. Kurz gefasst besagte sie, dass politische Institutionen fragile Wesen waren, leicht zu zerstören und schwer aufzubauen. Europäische Staatsdenker hatten schon früher darauf hingewiesen, David Hume zum Beispiel, der schottische Überempiriker und Philosoph, der die Realität gerne daraufhin abklopfte, wie sie war, nicht wie sie sein sollte. Diesen Weg hatten auch die Hamburger Staatschefs im Senat beschritten und sie waren darauf gekommen, dass bei der Reform von Verfassungen, auch und gerade der eigenen, Vorsicht geboten war.
Hume sagt mit Recht, ‚die Idee einer vollkommnen und unsterblichen Republik wird jederzeit ebenso chimärisch bleiben, als die eines vollkommenen Menschen.‘ Also auch wir werden nie einen vollkommenen Staat aufstellen.[33] So Senator Dr. Abendroth, der seinen Mitbürgern in einer kleinen Philosophiestunde die Grenzen der perfektiblen Welt erklärte. Zu gemischt waren die Erfahrungen der Verfassungskonstrukteure. Die Auffindung einer vollkommenen Verfassung war in ältern und neuern Zeiten lange das Problem der aufgeklärtesten Männer, allein das Resultat der sorgfältigsten Forschungen war nie befriedigend.[34] Das konnte man wohl sagen. Seine Leser dachten dabei vielleicht an Monsieur Sieyès, der eine kunstreiche Konstitution nach der anderen entworfen hatte, und am Schluss war Napoleon herausgekommen. So hatte er sich das wohl selbst nicht vorgestellt. Unterdessen war auch in Hamburg der Stein der Weisen[35] nicht gefunden worden, wie Abendroth gut gelaunt anmerkte. Er hatte sich in Stimmung geschrieben und ging mit Schwung und Ironie in die Offensive. In Sonderheit Dr. Beneke würde ihn nach menschlichem Ermessen nicht finden, da war er sich sicher. Dessen Namen erwähnte er zwar öffentlich nicht, das verbot die aufgeklärte Streitkultur, aber unter der Hand bemühte er sich umso mehr, ihn unschädlich zu machen. Davon später mehr. Immerhin stellte er seinen Lesern ein Psychogramm des begeisterten, aber gemeingefährlichen Verfassungskonstrukteurs vor: … es hat großen Reiz für jugendliche, lebhafte Köpfe, sich als die Schöpfer einer ganzen Verfassung anzusehen.[36] Vorsicht war geboten.
Am einfachsten war es, die politische Grundverfassung wiederherzustellen, um dann zu sehen, was zu tun war. Auch Senator Abendroth war nicht ganz abgeneigt, hatte zumindest Verständnis für dieses Verfahren. Die Vorzüge unserer alten Verfassung entwickeln sich überall, wo man ihnen weiter nachspürt, nur muß sie in ihrer ganzen Reinheit hergestellt werden.[37] So geschah es dann auch im ersten Rat- und Bürgerkonvent mit großen und sicheren Mehrheiten in allen Kammern. Die Bürgerschaft stimmte der Wiederaufnahme der unterbrochen gewesenen Freiheit und Selbständigkeit Hamburgs zu, und zwar pure,[38] wie das Protokoll stolz vermerkte. Bürgermeister Friedrich von Graffen fand dazu in der Versammlung die feierlichen Worte. Es ging um Freiheit, Unabhängigkeit und die Erhaltung unser gluecklichen Verfassung.[39] Das schob politischen Abenteuern einen Riegel vor.
Trotzdem war es nötig, die Staatsmaschine zu simplifizieren, um die Republik in Bewegung zu bringen, wie der eilige Senator Abendroth immer wieder forderte, dem alles zu langsam ging. Eine Kommission zur Verfassungsreform musste her, notierte er im Mai 1814 auf einem Spickzettel für die nächste Senatssitzung, gerade als der Rat sich neu konstituieren wollte. Im Senat fehlte es an Energie, deshalb die Kommission, die zweckmäßigerweise durch kompetente Bürger ergänzt werden musste. Eine Verfassungs Revisions Commission ist … unentbehrlich, stellte der Senator der Verbesserung kategorisch fest und gab dann noch einige sachdienliche Hinweise zu ihrer Zusammensetzung: Mitglieder die beständig beyeinander sind – damit waren die Kollegen Senatoren gemeint, aber musste man ihnen das so deutlich sagen? – gewöhnen sich an einseitige Ansichten, es mus ihr also ein Ausschuß aus der Bürgerschaft adjungirt seyn.[40] Mit den neuen Leuten sollte das Projekt dann gemeinsam entwickelt werden.
Ein neues Grundgesetz aber sollte unter keinen Umständen dabei herauskommen. Es ging um Verbesserung und Fortschritt. Die schwerfällige Staatsmaschinerie musste auf Ergebnisse ausgerichtet werden, nicht auf Experimente mit der Deutschheit von ungewissem Ausgang und fragwürdiger Zweckmäßigkeit. Also sollte festgelegt werden, dass die Kommission durchaus nicht befugt sey eine neue Verfassung zu entwerfen, daß sie auch nicht wohl die alte Verfassung in einen neuen Codex bringen, sondern daß sie nur Verbesserungen vorschlage.[41] Es gab dann Bedenken, aber das war zu erwarten.
Aber wenn es keine Verfassungskommission geben sollte, dann vielleicht eine Regierungskommission? Eine Regierungscommission ist nothwendig, so Abendroth im Senat, sie mus aus Mitgliedern des Rathes und der Bürgerschaft bestehen und nicht zu zahlreich seyn, und nöthig freye Hand haben zu thun was nöthig ist.[42] Gründe dafür führte er viele an: Verfassungen mit ihren Checks and Balances funktionierten nur für einen bestehenden Staat, nicht für einen, der gleichsam aus seinen Trümmern wieder hervorgeht.[43] Das sei doch auch die Erfahrung während des ersten Abzugs der französischen Armee im Frühjahr 1813 gewesen. Im Übrigen hatten ja auch die Römer ihre verfassungsmäßigen Diktatoren für den Notstand: ut viderent ne quid detrimenti caperet respublica.[44] Klassische Beispiele beruhigten, aber auch nur in Grenzen. Die Kommission konnte zu einer Gefahr für die republikanische Freiheit werden, als Dauereinrichtung, die immer mehr Macht an sich zog. Es ist aber, so schärfte Abendroth deshalb den Bürgern ein, eine Hauptbedingung, die als eine conditio sine qua non bey dieser Commission festzusetzen ist, daß sie nämlich auf zwey bis drey Monate bestellt, und unter keinem Vorwande, die Geschäfte mögen beendigt seyn oder nicht, prolongirt, sondern nach abgelaufenem Termin aufgelöset werde.[45] Die Kommission sollte den Notstand überwinden. Darüber hinaus galt: Wir können nicht früh genug wieder ein völlig constitutionelles Gouvernement erhalten.[46]
Heraus kam in der Bürgerschaft die Deputation der Zwanziger, die sich sowohl mit der Verfassung als auch mit Verbesserung der gesamten Staatsmaschinerie befasste. Abendroth schickte eine kurze Nachricht an Beneke. Der war enttäuscht: Erbärmliches Resultat![47] Aber das war kein Wunder, er erwartete ja das nationale Millennium. Ob Abendroth und Otto von Axen die negative Einschätzung teilten, stand dahin. Ferdinand Beneke glaubte es, traf die beiden kurz nach dem Konvent, er glaubte aber oft das, was er glauben wollte. Abendroth und Axen hatten ja eine ganz andere Perspektive: Die Republik sollte ein energisches Gemeinwesen werden. Dazu passte die Kommission ganz gut. Sie sollte zusammen mit dem Senat Schnellverordnungen zur öffentlichen Sicherheit im Bereich von Justiz, Polizei und Gesundheitspolitik erlassen und tat das auch.[48]
Die neue Deputation verfügte auf den ersten Blick über ausgedehnte Kompetenzen, durfte aber keine Steuerbeschlüsse fassen. Alle Entscheidungen, die verfassungsmäßig einem Rat- und Bürgerkonvent vorgelegt werden mussten, erloschen mit dem Ende ihres Mandats, und für die Justiz durfte sie nur Übergangsregeln verfügen.[49] An der Spitze stand Johann Georg Mönckeberg, verlässlicher politischer Aufklärer,[50] bester Freund Abendroths[51] und Vorzugskandidat von Johann Heinrich Bartels für einen Posten im Senat.[52] Die aufgeklärten Vielarbeiter und Verbesserer sahen die Wahl gern. Rat und Zwanziger-Kommission sorgten für eine schlagkräftige Administration. Beide tagten zeitgleich, so dass direkte Verhandlungen und sofortige Beschlüsse möglich wurden.[53] Parallel entwarfen die Zwanziger ein umfassendes Reformprogramm. Die Forderungen reichten in 36 Artikeln von der Stärkung des Senats, der Verbesserung der Repräsentation in der Bürgerschaft, der Zentralisierung der Sozialpolitik und der Privatisierung von Staatseigentum bis zur Einführung einer progressiven Einkommenssteuer.[54] Es stand zu erwarten, dass das Verbesserungsprojekt Senator Abendroths aus seinen Wünschen dadurch nachhaltig an Schub gewinnen würde.
In der Tat sah es mit den Reformen nicht schlecht aus. In den Konventen von 1814 ging es Schlag auf Schlag, eine Verbesserung nach der anderen passierte die Bürgerschaften des Jahres: 6. Juni Zoll, 10. September Neugründung des Bürgermilitärs, 15. September Einführung eines öffentlichen Haushaltsplans, neue Baudeputation und neue Deputation für Hafen und Schifffahrt, 20. Oktober gleiche Rechte für Katholiken und Reformierte, 21. November noch einmal der Zoll, die Haupteinnahmequelle der Republik.[55] An dieser Stelle musste die Administration unbedingt funktionieren. Über alles wird noch im Detail berichtet werden. Der Senat wusste auch, wer über die nötige Ausdauer bei der Durchsetzung verfügte. Er forderte den Kollegen Abendroth Anfang Juli 1814 auf, noch einige Zeit in Hamburg zu bleiben, um die Grundlagen der neuen Administration zu legen und die nötigen Gesetze zu formulieren. In Ritzebüttel wurde derweil ein Interimsadministrator eingesetzt: Der große Andrang der Geschäfte, so der aktiv aufklärende Bürgermeister Heise, der auch viel für Ritzebüttel geleistet hatte, mache es sehr wünschenswerth, daß Herr Abendroth der als ein sehr thätiger Arbeiter bekannt sey, jetzt noch nicht als Amtmann nach Ritzebüttel gehe.[56]
Im Herbst 1814 nahm er allerdings doch wieder seinen Posten in Cuxhaven ein. Das war manchmal etwas hinderlich, jedenfalls schrieb ihm das sein alter Freund Otto von Axen: Wahrlich ich und tausend mit mir wünschten, daß Sie in Hamburg geblieben wären – Ihre Gegenwart ist freilich sehr gut für ihr Amt, aber wahrlich, hier fehlen Sie.[57] Aber Abendroth hatte seine Vorschläge in detaillierten Reformgesetzen ausformuliert, und Senat und Bürger stimmten diesen Vorlagen in der Regel zu. Dazu gehörten unter anderem die Gesetze für die Baudeputation, für Hafen und Schifffahrt und für das Bürgermilitär.[58] Axen hielt Abendroth brieflich auf dem Laufenden und berichtete aus Hamburg. Da gab es Grund zum Optimismus. Gestern war bis 5 Uhr die Bürgerschaft versammelt, schrieb er an Abendroth über den Konvent vom 15. September. Sie haben doch viel Glück mit allen Ihren Vorschlägen. Die über den Land- und Waßerbau sind pure angenommen, mit der kleinen Ausnahme was die Bauten der frommen Stiftungen betrifft, welches abgeschlagen werden mußte, weil sie in der ersten Proposition, die Kameral Angelegenheit betreffend, ganz von der Aufsicht in Rücksicht des Budgets getrennt wurde. Auch diese Proposition ist insoweit angenommen worden, daß kein Kammer Kaßierer sein soll. Uebrigens ist die Amortisations Deputation mit angewiesenen Fonds und Caße, trotz Widerstreben der Kammer, auch durchgegangen.[59]
Historiker sind darüber geteilter Meinung. Es gehört fast zum guten Ton, über das magere Ergebnis der Reformen von 1814 zu lamentieren. Ernst Baasch fand es kläglich.[60] In Hamburg blieb alles beim Alten, meinte lapidar Hartmut Böhme.[61] Auch Franklin Kopitzsch äußerte sich in seiner Geschichte der Hamburger Aufklärung skeptisch.[62] Immerhin wurde vom Senat für die Verwaltung Erhebliches geleistet,[63] so Jürgen Bolland.
Die aufgeklärten Verbesserer selbst waren viel optimistischer und viel selbstbewusster. Das Schreyen allein macht es nicht, schrieb Abendroth aus Ritzebüttel im Frühjahr 1818 leicht polemisch und angriffslustig an den ewig unzufriedenen und nörgeligen[64] Beneke, das Werk mus seinen Meister haben und dann können wir Hamburger, ohne uns auf eingebildeten Lorberen auszuruhen würklich mit Recht sagen daß sehr viel bey uns geschehen ist und daß wir viel weiter als Bremen sind, wo unbändig geschrien wird.[65] Überraschender vielleicht, dass sein Freund Johann Heinrich Bartels das ganz ähnlich sah. Er hatte das deutliche Gefühl, dass die Zeit der Verbesserungen gerade ihren Höhepunkt erreichte und er war ganz damit einverstanden. Die Gegenwart darf kühn von sich behaupten, daß sie den Weg zu immer größerer Vervollkommnung ihren Nachkommen gebahnt und die Hände nicht unthätig in den Schooß gelegt habe, wenn das Bedürfniß nach Veränderungen und Verbesserungen sich zeigte.[66]
Das ließ sich natürlich leicht sagen, wenn man insgeheim froh darüber war, wie gut sich das alte Hamburg im Sturm gehalten hatte. Diesen geheimen Hintersinn aber gab es nicht. Der Bürgermeister meinte es ernst mit der Reform. Zu erkennen war das an dem, was seiner Meinung am großen Verbesserungswerk noch fehlte: einheitliche und moderne Gesetzbücher, eine Reform der Zünfte und die Emanzipation der Juden. Sowohl die Erfolgsmeldungen als auch die analysierten Defizite waren authentische Aufklärung eines aktiven Reformers, des Senators Bartels, der offenbar viel weniger konservativ war als allgemein vermutet. Auch Christian Friedrich Wurm, der liberale Redakteur und Gymnasialprofessor, in dessen Vorlesungen gelegentlich auch Bürgermeister Bartels auftauchte und anerkennende Worte hören ließ, sah Fortschritt überall: Diese Besorgniß – Wurm meinte die Besorgnis über politische Erstarrung und Reformstillstand – wird widerlegt durch die Geschichte der letzten 25 Jahre; durch die zahlreichen, in fast jedem Zweige der Verwaltung eingetretenen Reformen, die ohne Ausnahme von der Initiative des Rathes beantragt waren; durch die fortschreitende Oeffentlichkeit in der Discussion innerer Angelegenheiten.[67] Das schrieb Wurm 1839 für die Bibel des deutschen Liberalismus: das Staatslexikon der Professoren Rotteck und Welcker.[68] Eine effektivere Öffentlichkeitsarbeit konnten sich die aufgeklärte Republik und ihr Senat nicht wünschen. Das Staatslexikon erschien übrigens nebenan in Altona bei Hammerich.
Es gab in bestimmten Kreisen in Hamburg allerdings Opposition, das wusste auch Abendroth in Ritzebüttel. Die Frage war nur, ob sie berechtigt war und aus welcher Ecke der Wind wehte. Der Erfolg könne sich in der Sache sehen lassen, schrieb Abendroth im Oktober 1814 an Friedrich Perthes, von dem er wusste, dass er ein Vaterlandsfreund mit Augenmaß war, mit dem es sich zu reden lohnte: Ihr lieben Kinder in Hamburg seid doch auch wirklich ein bißchen zu ungeduldig. Ich habe ein Recht, darüber zu sprechen, da ich meine Meinung frei und öffentlich darüber gesagt und mich auch über den Senat expektoriert habe. Über unsere Finanzen ist gar nichts mehr zu sagen, unsere kostbaren Institute des Land- und Wasserbaues sind so reguliert, daß diese Reformation gewiß höchst ersprießlich für unsern kleinen Staat sein wird; das Unwesen mit den Bürgerkapitänen[69] – eine Sache, die vor 10 Jahren noch niemand anzutasten gewagt hätte, ist total aboliert, dabei sind alle laufenden Geschäfte abgetan.[70] Alles gut also – oder fast alles. Wenn die Justiz auch reguliert ist, die ja nun auch bald kommen wird, so sage ich nach meiner innigsten Überzeugung, daß die Hauptsachen getan sind.[71]
Und Ferdinand Beneke? Er war tief verstimmt, hatte unüberwindlich schlechte Laune, war schwarz-rot-gold gestimmt und sah doch nur schwarz in der Philisterrepublik, die die Zeichen der Zeit nicht erkannte. Was hatten Zoll und Baudeputation mit dem Vaterland zu tun? Irgendwie nicht viel. Ich bin jetzt sehr traurig über mich, schrieb er im September 1814, über Hamburg, über meine bürgerliche, und ökonomische Lage … und am Ende auch über meine Traurigkeit selbst, der ich mich schäme in dieser deutschen JubelZeit.[72] Er verkroch sich in seine Innerlichkeit. Damit aber war das letzte Wort noch lange nicht gesprochen.
Die Abkürzungen StAHH, StAB und StACux beziehen sich auf Bestände der Stadt- und Staatsarchive von Hamburg, Bremen und Cuxhaven; die Fußnoten auf die Literaturliste.
[1] Abendroth: Wünsche, S. 29.
[2] Abendroth: Wünsche, S. 164.
[3] Beneke: Tagebücher, 11.10.1805.
[4] Abendroth: Wünsche, S. 31.
[5] Abendroth: Wünsche, S. 164f.
[6] Hamburgischer Correspondent, 23.2.1843.
[7] Poel: Hamburgs Untergang, Kommentar Abendroths, S. 62.
[8] Poel: Hamburgs Untergang, Kommentar Abendroths, S. 62.
[9] Beneke: Tagebücher, Bd. III/4, S. 48.
[10] Beneke: Tagebücher, Bd. III/4, S. 45.
[11] Wurm: Abendroth, Text bei Stubbe da Luz/Wurm: ‚Hamburg‘, Bd. 1, S. 267.
[12] Beneke an Perthes, 27.2.1814, Beneke: Tagebücher, Bd. III/5, S. 169.
[13] Beneke an Abendroth, 24.2.1814, Beneke: Tagebücher, Bd. III/5, S. 719.
[14] Beneke an Perthes, 27.2.1814, Beneke: Tagebücher, Bd. III/5, S. 169.
[15] Beneke an Abendroth, 8.2.1814, Wurm: Abendroth, Text bei Stubbe da Luz/Wurm: ‚Hamburg‘, Bd. 1, S. 289.
[16] Beneke: Tagebücher, III/5, S. 282–314.
[17] Beneke: Entwurf für eine revidierte Verfassung Hamburgs, Beneke: Tagebücher, Bd. III/5, S. 304.
[18] Beneke: Entwurf für eine revidierte Verfassung Hamburgs, Beneke: Tagebücher, Bd. III/5, S. 303.
[19] Kommentar Benekes zu Abendroths Wünschen, Beneke: Tagebücher, Bd. III/5, S. 289.
[20] Beneke: Entwurf für eine revidierte Verfassung Hamburgs, Beneke: Tagebücher, Bd. III/5, S. 301.
[21] Beneke: Entwurf für eine revidierte Verfassung Hamburgs, Beneke: Tagebücher, Bd. III/5, S. 305f.
[22] Beneke: Entwurf für eine revidierte Verfassung Hamburgs, Beneke: Tagebücher, Bd. III/5, S. 296.
[23] Beneke: Tagebücher, 8.4.1816.
[24] StAHH, Familie Perthes Friedrich Perthes I Mappe 7c Dok 85, Abendroth an Perthes, 12.3.1814.
[25] Beneke: Entwurf für eine revidierte Verfassung Hamburgs, Beneke-Tagebücher, Bd. III/5, S. 300.
[26] Beneke: Entwurf für eine revidierte Verfassung Hamburgs, Beneke-Tagebücher, Bd. III/5, S. 303.
[27] StAHH, Familie Beneke Ferdinand Beneke C 11, Abendroth an Beneke, 17.7.1818.
[28] Beneke: Entwurf für eine revidierte Verfassung Hamburgs, Beneke: Tagebücher, Bd. III/5, S. 295
[29] Heineken an Smidt, wahrsch. im Herbst 1816, zitiert nach Wurthmann: Senatoren, S. 95.
[30] Smidt an Syndikus Heinrich Gröning, 22.10.1817, zitiert nach Wurthmann: Senatoren, S. 233.
[31] Smidt an Gröning, 17.3.1815, zitiert nach Wurthmann: Senatoren, S. 318. Nicola Wurthmann bezieht diese Ansichten Smidts auf die monarchischen deutschen Staaten, mir scheint, dass sie auch auf die Konflikte in den kleinen Republiken ein helles Licht werfen.
[32] Smidt an Gröning, 17.3.1815, zitiert nach Wurthmann: Senatoren, S. 318.
[33] Abendroth: Wünsche, S. 6.
[34] Abendroth: Wünsche, S. 7.
[35] Abendroth: Wünsche, S. 7.
[36] Abendroth: Wünsche, S. 7.
[37] Abendroth: Wünsche, S. 77.
[38] Voigt: Protokolle, S. VIIf.
[39] Rede des Bürgermeisters von Graffen im ersten Konvent, 27.5.1814, zitiert nach Buek: Notizen, S. 275.
[40] StAHH, Senat Cl I Lit Pb Vol 8g Fasc 160d, Entwurf Abendroths, wahrscheinlich Mai 1814.
[41] StAHH, Senat Cl I Lit Pb Vol 8g Fasc 160d, Entwurf Abendroths, wahrscheinlich Mai 1814.
[42] StAHH, Senat Cl I Lit Pb Vol 8g Fasc 160d, Entwurf Abendroths, wahrscheinlich Mai 1814.
[43] Abendroth: Wünsche, S. 171.
[44] Abendroth: Wünsche, S. 169. Er zitiert Cicero: … damit sie darauf achten, dass der Staat keinen Schaden erleidet.
[45] Abendroth: Wünsche, S. 171.
[46] Abendroth: Wünsche, S. 172.
[47] Beneke: Tagebücher, 27.5.1814.
[48] Bartels: Abhandlungen, S. 358f.; Voigt: Protokolle, S. II.
[49] Voigt: Protokolle, S. III.
[50] Karl Gries an seinen Bruder Diederich, Juli 1814, zitiert nach Reincke: Briefwechsel, S. 263.
[51] Abendroth’sche Lebenserinnerungen, S. 3.
[52] StAB, 2 B 5 a 7 Vol 2, Bartels an Smidt, 23.12.1826.
[53] Voigt: Protokolle, S. IV.
[54] Bartels: Abhandlungen, S. 360–370.
[55] Voigt: Protokolle, S. VIIIf.
[56] StAHH, Cl III Lit A-E No 3b Vol 22 Dok 2, Senatsbeschluss 4.7.1814
[57] StAHH, Familie Voigt B 76 Unterakte 2, Axen an Abendroth, 9.10.1814.
[58] StACux, Amtsarchiv Ritzebüttel I Fach 13 Vol B Fasc 1 Dok 6.1, Johann Matthias Hasse an Abendroth, 8.10.1814.
[59] StAHH, Familie Voigt B 76 Unterakte 2, Axen an Abendroth, 16.9.1814.
[60] Baasch: Geschichte Hamburgs, Bd. 1, S. 11.
[61] Böhme: Stadtregiment, S. 99.
[62] Kopitzsch: Grundzüge, Tl. 2, S. 631.
[63] Bolland: Senat, S. 20.
[64] Nörglich stammt von Arno Schmidt: Fouqué, S. 310.
[65] StAHH, Familie Beneke Ferdinand Beneke C 11, Abendroth an Beneke, (unleserlich) 5.1818.
[66] Zitiert nach Beneke: Bürgermeister, S. 57.
[67] Wurm: Verfassungs-Skizzen, S. 65.
[68] Wurm: Verfassungs-Skizzen, S. VI.
[69] Die Bürgerkapitäne standen seit 1785 im Kreuzfeuer der Kritik, vgl. Schmidt: Hamburg, Teil 1, S. 70f.
[70] Abendroth an Perthes, 25.10.1814, zitiert nach Wurm: Abendroth, Text bei Stubbe da Luz/Wurm: ‚Hamburg‘, Bd. 1, S. 336f.
[71] Abendroth an Perthes, 25.10.1814, zitiert nach Wurm: Abendroth, Text bei Stubbe da Luz/Wurm: ‚Hamburg‘, Bd. 1, S. 337.
[72] Beneke: Tagebücher, 20.9.1814.


