63. Bildungsprätensionen – das Ende des Akademischen Gymnasiums
Eine neue Zeit: Die Hamburger Versammlung der deutschen Naturforscher und Ärzte
Das Akademische Gymnasium war 1613 gegründet worden. Es sollte die Jugend auf ein Studium vorbereiten, aber im 19. Jahrhundert hatte sich dieses Bildungsformat überholt und die Bürger schickten ihre Söhne direkt und ohne Umweg nach Göttingen oder Heidelberg. Seine Stellung war prekär und es musste befürchten, vom Johanneum vereinnahmt zu werden.
Dies ist Teil 63 der Aufklärung in Hamburg: Johann Heinrich Bartels, Amandus Augustus Abendroth, Ferdinand Beneke und die Verbesserung einer deutschen Republik 1790–1835. Die Einleitung beschreibt, worum es geht, und ein Überblick über die bisher veröffentlichten Kapitel findet sich hier.
Aus der Luft gegriffen war die Befürchtung über das bevorstehende Ende des Akademischen Gymnasiums nicht. Es lag neben dem Johanneum in den alten Gemäuern des St. Johannis-Klosters, dort, wo heute das Rathaus steht. Die Lehrkräfte beider Institute hätten das Aufeinandertreffen auf den Gängen manchmal wohl gerne vermieden, das Verhältnis war angespannt. Schon 1801 wollten die Bildungspolitiker der Republik das Gymnasium in eine Abschlussklasse des Johanneums verwandeln. Das Projekt scheiterte und verkehrte sich in sein Gegenteil. Es endete unzweckmäßig damit, daß Professores jeder 300 Taler Zulage erhielten, und übrigens das Gymnasium in seiner bisherigen traurigen Lage verblieb.[1] So Abendroth. Es sah stark nach Geldverschwendung aus.
Das Institut litt an auffälligem Schülermangel. 1802 schrieb sich ein einziger Hörer neu ein. Die Jahre bis 1810 waren auch nicht viel besser, dann aber änderte sich die Lage, 1823 immatrikulierten sich 20 Gymnasiasten, 1826 nach einigen Schwankungen sogar 27.[2] Den Verantwortlichen, vorweg Senator Abendroth, fiel aber weiter das problematische Kosten-Nutzen-Verhältnis auf. Sechs teure Professoren beschäftigten sich mit einer sehr überschaubaren Anzahl von Studenten. Nach dem Tod Gurlitts flammte die Kritik wieder auf. Der frischgewählte Direktor des Johanneums Dr. Kraft meldete sich zu Wort. Er wollte sich profilieren. Wir haben kein Akademisches Gymnasium nöthig, meinte er, und die Summe, welche die Unterhaltung desselben kostet, könnte zu wichtigeren Zwecken verwendet werden.[3] Vielleicht für das Johanneum? Die Professores Gymnasii versuchten zu retten, was zu retten war, konnten sich eine Kooperation von Johanneum und Gymnasium durchaus vorstellen. Nur allzu eng durfte sie nicht ausfallen, weil die Wissenschaften keinen Zwang dulden.[4] Dieses Plädoyer für die Freiheit der Wissenschaften brachte Professor Lehmann 1827 zu Papier und schickte es an die Schulbehörde zu Händen Senator Abendroth. Er hatte sich damit aber sehr in der Adresse geirrt. Denn wenn der eines nicht leiden konnte, dann waren es professorale Eigenmächtigkeiten bei der Ausgestaltung des Lehrplans.
Auch die Gymnasiasten gaben zu denken, die sich offensichtlich nach Abgang vom Johanneum mit Energie ihrer neugewonnenen Freiheit zuwandten und prompt auf Abwege gerieten. So ist nicht zu leugnen, erläuterte Abendroth seinen Scholarchatskollegen, daß das Alter der jungen Leute und die Gefahren einer großen opulenten Stadt bei einer zu großen Freiheit leicht gefährlich werden können.[5] Das mochte wohl sein. Der Besuch der Vorlesungen wurde nicht kontrolliert. Ob der Gymnasiast derweil die interessanteren Orte des städtischen Unterhaltungsbetriebes frequentierte, wusste nur er selbst. Abendroth hatte da seine Vermutungen, insbesondere, dass die Gymnasiasten das Institut zum Teil deshalb ansteuerten, um dem allerdings lästigen aber sehr nützlichen Schulzwang nicht mehr unterworfen zu seyn.[6] Der Direktor des Johanneums sprach geradezu von Verwilderung.[7]
Aber welche Aufgabe hatte das Akademische Gymnasium eigentlich? Für welche Art von Wissenschaft stand es? Die seinerzeitigen Gründer hatten darüber eigenartige Ansichten, abzulesen an der Fächerkombination. Es gab einen Lehrstuhl für Geschichte und griechische Literatur. Das mochte angehen. Der Physikprofessor aber war gleichzeitig für die lateinische Dichtkunst zuständig, der Philosoph musste sich mit lateinischer Prosa auskennen. Senator Abendroth fand, dass diese Zusammenstellung der Scientien etwas sonderbar ist.[8] Aber die Professoren hatten intern Regelungen getroffen, das Vorlesungsangebot den modernen Zeiten anzupassen.
Das sah im Ergebnis so aus, Originalton Abendroth: Der jetzige Professor der Geschichte lehrt nicht das Griechische. Der Professor der Physik liest nicht die lateinischen Dichter, und der Professor der Philosophie nicht die lateinischen Prosaiker, und so ist eine sehr fühlbar große Lücke in dem Gymnasial-Unterricht entstanden.[9] Worin bestand sie? Im Totalausfall der klassischen Philologie. Die Gymnasiasten beschäftigten sich weder mit der griechischen noch mit der lateinischen Sprache. Es fiel umso mehr auf, da es einen sehr gründlichen Unterricht der Philologie am Johanneo gab.[10] Schuld daran waren die Professoren. Der Chef der Schulbehörde war empört. Allerdings fand er weitere Schuldige, und zwar im eigenen Haus, das sich observanzmässig gar nicht um das Gymnasium kümmerte. Das Akademische Gymnasium tat mehr oder weniger, was es wollte. Auch das war nicht zu dulden. Ist das Gymnasium ganz unabhängig und ohne Aufsicht, und daran hatte Abendroth keine Zweifel, steht es den Lehrern frei, ob sie lesen wollen, und welche Vorlesungen sie halten wollen, so ist der Nutzen desselben gänzlich verloren, wenigstens ganz abhängig von der Laune und dem Bildungsgrade jedes Professoris.[11] Das war ja noch schöner, teure Lehranstalten abhängig von der Lust und Laune ihres Personals.
Aber warum die Aufregung um die Philologie? Gerade bei Dr. Abendroth, der doch ansonsten gesteigerten Wert auf Realbildung legte? Vielleicht, weil es hier um mehr ging, als das bloße Erlernen von Sprachen. Hier stellte er sich ausnahmsweise auf den Standpunkt: Früher war alles besser. Früher war es nämlich so, dass die Gelehrten immer mit ihrer Hauptwissenschaft, das fundamentum aller wahren Gelehrsamkeit eine gründliche Kenntniß der alten Litteratur verbanden, so daß sie auch darin mit Nutzen lehren konnten. Wenn dies auch jetzt nicht mehr in dem Grade der Fall ist, so muß man doch auch jetzt noch von jedem Gelehrten den Grad der Bildung mit Recht fordern können, daß er hinlängliche Vorkenntnisse habe, und auch in ein neues Fach, wenn sein Beruf dies erfordert, sich hineinwerfen, und darin mit Nutzen lehren zu können, vorzüglich aber in der Philologie, deren allgemeine Kenntniß wenigstens bei allen Gelehrten einwohnen muß.[12] Die alte, die klassische Literatur Roms und Griechenlands als Fundament aller Gelehrsamkeit, das war der Punkt. Freund und Kollege Bartels war dafür das beste Beispiel. Der glänzte mit seiner Latinität, las Livius und Plinius, zitierte Cicero in elegantestem Latein, hatte sich mit Volkswirtschaft, Erdbeben und der Herstellung von Papyrus auf Basis der klassischen Texte beschäftigt und es dabei zum Senator und Bürgermeister der Republik gebracht. Er hatte sich auch auf ein neues Fach geworfen, die Juristerei nämlich, weil sein Beruf dies forderte. Schaden genommen hatte er dabei nicht. Auch des Griechischen war er mächtig, Polybios ihm geläufig und κατ’ ἐξοχήν sagte er, wenn es nötig war. Dr. Abendroth fasste zusammen und zog seine Konsequenzen: Da Philologie die Basis alles studirten Wissens ist, die … nie negligirt werden darf, … so ist es nothwendig, daß statt des Professors der Moral ein Philologe gewählt wird.[13]
Ein weiterer kritischer Punkt spielte eine Rolle. Die Professoren am Gymnasium unterrichteten sechs Stunden pro Woche. Im Vergleich zu den 28 Stunden der Lehrer am Johanneum war das nicht viel und sorgte für hochgezogene Augenbrauen.[14] Es kümmerte Abendroth nicht, dass Kollege Karl Sieveking, sonst eher für Fernreisen und auswärtige Beziehungen zuständig, opponierte und etwas von allgemeiner Lückenbüßerei und Schulgeschwätz[15] verlauten ließ. Eine Stellungnahme der Professoren war allerdings unvermeidlich. Der Senator hätte ihnen gerne Zügel angelegt, und sind sie, Abendroth sprach von den gutachtenden Professoren, besonders darauf aufmerksam zu machen, daß praktische Arbeiten und namentlich Examinatoria und Disputatoria unerläßlich nothwendig sind.[16] So viel für den Fall, dass sie es unerklärlicherweise vergessen sollten. Jetzt beschäftigte sich eine Kommission unter Leitung Abendroths mit dem Problem in voller Breite.
Die hatte sich, so formulierte es der Senator, der sich gerade in angriffslustiger Hochform befand, davon überzeugt, daß das Gymnasium wie es jetzt ist, das unnützeste überflüssigste Institut ist, was nur existiren kann; daß es aber durch eine vernünftig geordnete Organisation bald ein sehr nützliches, uns zur Ehre gereichendes, die gründliche Bildung unserer Jugend sehr beförderndes Institut werden kann, daß aber wenn keine Grund Verbesserung sollte beliebt werden können, es dann besser ist keine neuen Opfer zu bringen … .[17] Die Politik in der Person des Senators Abendroth drohte damit, den Geldhahn zuzudrehen und wollte das Gymnasium faktisch zu einer Abschlussklasse des Johanneums umgestalten. Es sollte eine Selecta, eine den Schulunterricht fortsetzende Bildungsanstalt werden.[18] Originalton Abendroth.
Nur war damit zu rechnen, dass die Lehrer des akademischen Instituts dies als Degradierung verstehen würden. Die Republik nahm auf Besitzstände Rücksicht, so auch Abendroth, der es allerdings nicht gern tat. Er wusste, dass professorale Eitelkeiten den Reformplänen gefährlich werden konnten. Das sagte ihm sein politischer Realitätssinn und er stellte sich darauf ein. Die Professoren suchen etwas darin als academische Professoren angesehen zu werden, wenn sie es gleich nicht sind und nicht seyn sollen. Deswegen muß das Gymnasium äusserlich vom Johanneo getrennt seyn, und mag es akademisches Gymnasium und nicht Selecta genannt werden wenn es nur re vera eine Selecta ist.[19]
Für dieses Manöver waren zwei Dinge erforderlich: Gymnasium und Johanneum mussten durch eine gemeinsame Schuldeputation geleitet und aufeinander abgestimmt werden und sie brauchten einen gemeinsamen Lehrplan, der sicherstellte, dass das Gymnasium auf dem Johanneum aufbaute. Einen staatlich genehmigten Lehrplan, fügte er vorsichtshalber hinzu. Nicht dass die Herren Professoren wieder auf die Idee kamen, selbst aktiv zu werden. Das sollte die Schuldeputation leisten, bestehend aus je zwei Senatoren, Geistlichen und Oberalten sowie je einem Vertreter des Johanneums und des Gymnasiums. Diese Verbindung mit dem Johanneo, so erläuterte Abendroth, ist Zweck des ganzen Vorschlags, besonders soll sie dadurch bewirkt werden, daß dieselbe Behörde, die Deputation, die beständige Aufsicht über beide Institute habe.[20] Mit dieser Einrichtung verband der Senator noch ein weiteres Ziel: er wollte das schwerfällige und etwas träge Scholarchat entmachten, möglichst geräuschlos, ohne gleich die ganze traditionsreiche Einrichtung abzuschaffen, wofür es wahrscheinlich keine Chance gab.[21]
Aufeinander abstimmen wollten Abendroth und seine Verbündeten auch Realschule und Gymnasium. Das Akademische Gymnasium sollte für Abgänger des Johanneums eine Beschränkung des academischen Trienniums auf Berufsstudien erleichtern, für künftige Kaufleute ein Institut wie die Handels-Academie des verstorbenen Büsch werden.[22] Das bedeutete Verbesserung der beruflichen Orientierung in beiden Fällen. Die Gymnasialprofessoren selbst entdeckten die Attraktivität der Naturwissenschaften und propagierten sie als Alleinstellungsmerkmal des Gymnasiums.[23] Damit liefen sie beim kommenden Star der Schulpolitik der Republik, Senator Christian Nicolaus Pehmöller, offene Türen ein. Er war es, der gerade das große Riesenproject der Verlegung aller Lehranstalten auf den Domplatz[24] in Schwung brachte. Und er war ein entschlossener Förderer der Realschulen. Es bedarf kaum der Erwähnung, sekundierte Pehmöller, wie sehr seit dem letzten Frieden die Industrie überhaupt, und damit die großen Fortschritte in der Technik, Verarbeitung roher Stoffe, Wirkung von Maschinen, und folglich Fabrikwesen im Allgemeinen in Deutschland gestiegen, und alljährlich an Bedeutung gewinnen, und wie höchst wichtig sich diese Vermehrung für Hamburg darstellt, indem das commercielle Interesse damit in der genauesten Verbindung steht.[25]
Die Gymnasialreform war ein sehr aufgeklärtes Projekt mit Förderung der Realbildung, Schulpflicht, festen Lehrplänen, Zentralisierung und klaren Zielvorgaben. Dafür gab es viel Unterstützung, zum Beispiel von August Jacob Rambach, dem Scholarchen und Hauptpastor an St. Michaelis seit 1818. Inniger Dank sey Ihnen, schrieb er 1827 an Abendroth, wie für diese Arbeit, so für alle Ihre bisher angewandten und fernerhin noch anzuwendenden Bemühungen zur Verbesserung unsers Schulwesens von mir gesagt![26] Auch Bürgermeister Dr. Bartels signalisierte Einverständnis.[27] Er hatte auch selbst eine Idee. Im Senat wollte er regelmäßige Berichte über den Fortschritt der Schulen hören, vor allem aber sollte dort über ihre Finanzen entschieden werden.[28]
Verbesserung sei die eigentliche Aufgabe der Republik. Ich habe die Ansicht, daß nur dann, wenn die Regierung von Zeit zu Zeit, entweder monirend oder Beifall gebend, belohnend oder tadelnd einschreitet, ein beständiges Fortschreiten zum Beßern möglich ist.[29]
Die Gymnasialprofessoren aber erkannten ziemlich schnell, dass es mit ihrer Freiheit unter diesen Umständen nicht mehr weit her sein würde. Sie suchten also zwecks Zukunftssicherung Verbündete. Im Senat entdeckten sie den etwas genialischen Syndikus Karl Sieveking. ‚Genial‘ war eine Auszeichnung, die Bürgermeister Bartels gerne vergab, wenn es galt, unpraktische Projekte möglichst lobreich zu versenken. Insgeheim ergänzte er gern das Adjektiv ‚faul‘, aber nur für den vertraulichen Gebrauch unter Freunden. Dieses kritische Urteil traf also Karl Sieveking: dem geht es bey seiner Genialität, wie unserm Gries, er ist herzlich faul. Doch dies unter uns.[30] Gries hatte eine Zeitlang zur Miete bei Senator Bartels gewohnt und seine Neigung zum guten Leben auch dort nicht verleugnet. Die diesbezügliche Disposition des Dr. Gries, der biß Elf schläft, und dann zwischen Eßen, Trinken, und Romanlesen abwechselnd sein SchlaraffenLeben, wieder anfängt,[31] konnte auch Ferdinand Beneke bestätigen. Es handelte sich wohl um joviale, etwas lässige und eher sympathische Charaktere. Aufgeklärte Vielarbeiter sahen das aber nicht gern.
Das unpraktische Projekt Sievekings bestand im Ausbau des Akademischen Gymnasiums zu einer Universität. Verhaltenes Staunen bei den kühlen Rechnern. Abendroth verspürte einen Hauch Krähwinkel im Ratssaal: verrückte Ideen, meinte er.[32] Der Senator sprach sich gerade einmal wieder sehr glaubwürdig aus. Offenbar hielt er seinen Kollegen für einen etwas lebensfremden Eigenbrötler, dem das Gefühl für Machbarkeit und Praxistauglichkeit abhandengekommen war. Das war ungerecht, denn Sievekings Vorbilder waren die wissenschaftlich und geschäftlich versierten Urgesteine der Hamburger Aufklärung Johann Georg Büsch, Johann Albert Heinrich Reimarus und Christoph Daniel Ebeling. Die hielten zu ihrer Zeit Vorlesungen am Akademischen Gymnasium und repräsentierten die weltkundlichen Ambitionen der Handelsmetropole mit Amerikanistik, Nationalökonomie und Naturforschung.
Die städtische Öffentlichkeit wusste auch noch ziemlich gut, dass sie Alexander von Humboldt an die Elbe gelockt hatten. Darauf kam jetzt Sieveking mit polemischem Talent zurück. War es dem encyclopädischen Enthusiasmus dieses Mannes nicht zu verzeihen, fragte er, daß er in dem akademischen Gymnasium der ersten Handelsstadt Deutschlands nicht die selecta einer lateinischen Schule, sondern einen, durch die Berührung des Welthandels selbst über die philosophische Facultät inländischer Universitäten gehobenen, wissenschaftlichen Verein zu finden hoffte?[33] Das mochte wohl sein, nur erinnerte Abendroth die Sache etwas anders, besonders die Rolle Reimarus‘ am Akademischen Gymnasium. Ich habe immer die Professuren als Pensionen für verdiente Gelehrte angesehen, wie z.B. bei dem alten, sonst würdigen, aber in seinem mehr als 70-jährigen Alter, wie er die Professur erhielt, zu einer Professur total unfähigen Reimarus der Fall war.[34]
Das klang unfreundlich und ließ Abendroths Schulprojekt plötzlich etwas kleinlich aussehen, besonders da Sieveking das genaue Gegenteil anvisierte. Meine Vorschläge zur Reorganisation des Gymnasiums gehen, im Widerspruch mit denen des Scholarchats – im Widerspruch mit denen Abendroths hätte er auch sagen können –, zuerst auf die Befreiung von den dasselbe vernichtenden Ansprüchen der Schule, vereinigende Benutzung aller vorhandenen Elemente sowohl der Lehrfähigkeit als auch des Lernbedürfnisses zu einer freien academischen Anstalt mit den schon bestehenden wissenschaftlichen Instituten.[35] Sieveking ließ keine Gelegenheit aus, um Abendroths Verschulungsprojekt zu attackieren. Auf jeden Fall verfügte er über die etwas problematische Gabe, die gegensätzlichen Elemente beider Projekte auf das präziseste herauszuarbeiten. Es machte den Kompromiss nicht einfacher. Weiter erschwert wurde die Sache dadurch, dass Senator Hudtwalcker, der sich mit dem Projekt befasste, plötzlich eine Begeisterung für Pädagogik und Lehrerseminare entwickelte. Noch eine Aufgabe für das Akademische Gymnasium und eine dritte Reformoption. Es wurde langsam etwas viel.
Trotz Irrungen und Wirrungen konnte sich das Ergebnis sehen lassen – bei oberflächlicher Betrachtung. Per Beschluss vom April 1833 dekretierte die Regierung der Republik die Einrichtung einer höheren Realschule am Akademischen Gymnasium und die organische Verbindung der Lehrpläne der Akademiker- und der Realsektion mit den korrespondierenden Abschlussklassen an Johanneum und Realschule. Ausgestalten sollte das die Schuldeputation, die sich durch Zuziehung des Rektors des Akademischen Gymnasiums bei Bedarf in eine Gymnasialdeputation verwandeln würde.[36] Im Oktober erfuhr die Öffentlichkeit vom neuen Zuschnitt der alten Lehranstalt.[37] Zuvor hatte das Scholarchat im September drei neue Professoren gewählt, darunter Christian Petersen für die klassische Philologie und Christian Friedrich Wurm für die Geschichte, womit die Defizite bei Griechisch und Latein beseitigt waren.[38]
Aber es funktionierte nicht. Dafür gab es untrügliche Indikatoren. Die Immatrikulationen am Akademischen Gymnasium, die Mitte der 20-er Jahre Anlass zu Optimismus gegeben hatten, knickten wieder ein. Mitte der 30-er Jahre gab es 11 bis 16 Gymnasiasten, zukünftige Universitätsstudenten ignorierten das akademische Institut.[39] Der nunmehrige Bürgermeister Abendroth konnte nicht umhin, diese unerfreuliche Lage zur Kenntnis zu nehmen. Es sind häufige Versuche gemacht das Gymnasium zu heben und nützlicher zu machen, allein bis izt alle vergebens.[40]
Das war Stand 1837. Die Ursache dafür lag wahrscheinlich schon beim etwas unklaren Senatsbeschluss von 1833. Der hatte das Akademische Gymnasium zu einem unabhängigen Lehrinstitut erklärt.[41] Abendroth hatte das als gesichtswahrende Formalität gemeint, hinter der sich de facto eine integrierte Höhere Schule mit gemeinsamem Curriculum und gleichberechtigten Zweigen für Akademiker und Realisten entwickeln sollte. Aber bei der Umsetzung kam es sehr auf die Kooperation der Beteiligten an. Die Professoren nahmen die Unabhängigkeitserklärung für das Gymnasium möglicherweise etwas zu wörtlich. Dazu kam, dass die Reform das Gymnasium wohl überfrachtet hatte. Sechs Professoren – so viele waren das ja auch nicht – sollten zukünftige Studenten präparieren, höheren Realschülern praktisches Wissen vermitteln, öffentliche Vorlesungen für das bürgerliche Publikum halten und dann auch noch die wissenschaftlichen Einrichtungen der Republik, die Sternwarte, den Botanischen Garten, die Bibliothek und die Physikalische Sammlung, irgendwie zu einem Ganzen zusammenfassen. Es war wohl etwas viel verlangt.
Zu allem Überfluss geriet das Akademische Gymnasium auch noch in den Endloskonflikt zwischen Rationalisten und Erweckten. Ein konstruktives Gespräch war schon lange nicht mehr möglich. Die habende Ordnung, wie Bürgermeister Bartels das so schön nannte, sah eigentlich vor, dass alle Beteiligten am Gesetzgebungsprozess sachlich ihre Argumente austauschten. Deliberation hieß das Stichwort dieses spezifischen Hamburger Parlamentarismus. Aber was, wenn die Atmosphäre so vergiftet war, dass sie nicht mehr miteinander sprachen?
Diese Frage musste sich Senator Binder, der neue Verhandlungsführer in der Gymnasialfrage, stellen. Überall wurde manövriert und intrigiert. Die Sache endete im Grabenkrieg. Die Ministerialen wollen – das geistliche Ministerium der fünf städtischen Hauptpastoren bildete mittlerweile eine Bastion der theologischen Aufklärung im Kampf gegen Erweckung und Mystizismus –, nachdem sie mit ihrem früheren Vorschlage, das Gymnasium aufzuheben und eine Selecta für das Johanneum daraus zu bilden, nicht durchgekommen sind, die Freiheit und Selbständigkeit dieses Instituts unterminiren, und auf solche Weise indirekt am Ende doch zu ihrem Zweck gelangen. Darin werden sie auch nie nachgeben. Verhandlungen … würden sogar scandaleuse Scenen herbeiführen. Es bleibt nichts übrig, als daß Senatus die Sache entscheide … Daß ich … mich dort entschiedener gegen die jesuitischen Maneuvres des Ministeriums, vornemlich auch gegen den völlig überflüssigen Professor der Philosophie – womit man, dem Vernehmen nach, besonders dem Mysticismus entgegenarbeiten will … - erklären werde, versteht sich am Rande![42]
Damit hatte Binder eine filigran-verwirrend-korrekte Analyse der Hamburger Bildungspolitik entwickelt: Aufgeklärte Pastoren, die hinterrücks einen Professor der Philosophie vorschieben, um der Vernunft zum Sieg zu verhelfen, und die dann ihrerseits in die Heuchlerschublade der Jesuiten gesteckt werden. Bildungspolitik war ein Minenfeld. Konnte es sein, dass Scholarch Dr. Abendroth mit der Selecta und der Berufung eines Altphilologen das gleiche Ziel im Visier hatte, wie das Ministerium? Die Bekämpfung des Mystizismus nämlich? Musste sich dann der Vorwurf der ‚jesuitischen Maneuvres‘ nicht auch auf ihn beziehen? Möglich. Es wäre interessant zu wissen, ob er sich bei Binders Vortrag selbst im Saal befand.
Nach diesem Gerangel wollte Abendroth das Akademische Gymnasium schlicht und einfach abschaffen: Ich weiß alles was man über den vermeintlichen Nutzen solcher Zwitteranstalten zwischen Schule und Universität sagt, allein es muß doch sehr auffallen, daß in den preußischen Staaten, die als ein Muster über alle andere Staaten besonders in Schulsachen und dem Interesse für dieselben so sehr hervorleuchten, man solche Zwitterinstitute nicht allein nicht kennt, sondern sie allenthalben abgeschafft hat.[43] Von der zweckmäßigen Beratung senatorischer Kollegen konnte der Bürgermeister nicht lassen, aber ganz so schnell ging es nicht.
Dr. Christian Petersen, seit 1833 der Professor für klassische Philologie, feierte den Geburtstag Winckelmanns, des berühmten Altertumsforschers, jedes Jahr mit einer Festvorlesung[44] und veröffentlichte regelmäßig Opera wie Der geheime Gottesdienst bei den Griechen. Aber das klang nicht nach klassischer Literatur als dem Fundamentum aller Wissenschaften, eher nach philologischem Spezialwissen, das für die geschäftige Handelsmetropole nicht sonderlich relevant war. Den Niedergang des Akademischen Gymnasiums konnte er nicht aufhalten, auch wenn er vor wenigen Hörern mit dem gleichen Enthusiasmus las, wie vor vielen, wie es hieß.[45]
Das Akademische Gymnasium dümpelte vor sich hin, versuchte zwischendurch, sich mit einigem Erfolg als bürgernahes Vorlesungswesen zu profilieren. Lehmann las vor 50 bis 80 Hörern über Botanik für Pharmazeuten, Petersen vor 40 bis 50 Interessierten über Goethe, Wurm vor 12 bis 20 Hörern über hamburgische Geschichte. Es kam zu Sternstunden. Wurms neueste Vorlesungen über die Hamburger Verfassung haben einen solchen Zulauf, daß das ziemlich große Local der patriotischen Gesellschaft für die Zuschauer nicht ausreichend ist.[46] Dieser Erfolg war aber eher eine Seltenheit und passte auch nicht allen, zumindest denen nicht, die politisch mit dem Professor nicht harmonierten.
Bürgermeister Bartels jedenfalls, mittlerweile 85 Jahre alt, aber bei Gelegenheit noch sehr radikal, fällte 1845 ein vernichtendes Urteil über das Institut. Die Einrichtung dieser Anstalt von unsern Vorfahren, das diktierte er seiner Tochter, sie sollte eine Vorschule für die Academie seyn, und mit gelehrten Männern, die der Staat als Techniker in wissenschaftlicher Hinsicht benutzen könne, war weise erdacht und paßte damals in die Pläne der studirenden Jugend. Das war allerdings schon etwas länger her und mittlerweile sah es mit der Professorenschaft kläglich aus. Die Professoren die früher angestellt waren, sind dem Staat sehr nützlich geworden und haben demselben zur Ehre gereicht, aber seitdem Reimarus, Büsch und Ebeling todt sind, sind sie es nicht mehr, sie machen dem Staat nur Kosten, sind Männer die keinen Ruf in der gelehrten Welt haben, und werden von der studirenden Jugend bey veränderten Studienplänen garnicht mehr besucht und benutzt – Der einzige Herr Professor Wibel ist unserer Stadt von wesentlichem Nutzen und macht ihr Ehre, die übrigen Professoren sind Nullen, oder Männer die in unsere Verfassung nicht passen, und den Geist derselben nicht erfaßt haben. - [47] Und wer war Wibel? Karl Wibel war Mathematiker, Physiker und Chemiker, ein umfassend gebildeter Naturforscher, der mit Hilfe der Wissenschaft die Welt verbessern wollte, seit 1837 Professor am Akademischen Gymnasium und in dieser Funktion auch verantwortlich für die physikalischen und chemischen Sammlungen, die Abendroth vor ein paar Jahren in so kläglichem Zustand vorgefunden hatte. Wibel erneuerte und ergänzte sie.[48] Aber er war eben auch eine Ausnahme.
Das Akademische Gymnasium wurde 1883 aufgelöst.[49] Für den Geschmack seiner längst verstorbenen Kritiker Abendroth und Bartels nicht ein Jahr zu früh. Das Gymnasium muß also meiner Meinung nach aus den BildungsAnstalten künftig wegfallen.[50] So Dr. Bartels 1845. Freund Abendroth hatte ihm das immer schon gesagt. Damit aber schaffte die Republik nur eine verstaubte Form ab. Das Gymnasium starb, die Wissenschaften aber blühten. Das Messen, Experimentieren und Analysieren erlebte einen beispiellosen Aufschwung.
Selbst in hohem Alter nahm Hamburgs Bürgermeister Bartels daran lebhaft Anteil. 1822 war die Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte gegründet worden. 1828 hatte Alexander von Humboldt ihr jährliches Treffen in Berlin organisiert.[51] Wissenschaftliche Prominenz war aus allen möglichen Ländern angereist, aus Schweden Jöns Jacob Berzelius, der Gründer der modernen Chemie, aus Göttingen Carl Friedrich Gauß, der hochberühmte Mathematiker und Astronom. Entschleierung der Wahrheit ist ohne Divergenz der Meinungen nicht denkbar, eröffnete Humboldt den Teilnehmern, und lud zum Gedankenaustausch in fachübergreifenden Symposien, die in der Universität und in den Sammlungen des Botanischen Gartens stattfanden.[52] Der gesellige Teil bot Diners, Konzerte und Ausflüge zur Pfaueninsel.
Zwei Jahre später organisierten Bürgermeister Bartels und Dr. Fricke, der Chirurg am Allgemeinen Krankenhaus, das Treffen der Naturforscher in Hamburg. Dr. Bartels ließ sich unter dem Buchstaben ‚B‘ ins alphabetische Teilnehmerverzeichnis eintragen, Berufsbezeichnung Bürgermeister, Spezialgebiet Naturgeschichte.[53] Ein kleiner Hinweis, dass die Wissenschaftler ihn doch bitte als einen der Ihren betrachten sollten. Allerdings war die Stadt kein Zentrum der Forschung, eine Universität hatte sie nicht und das Akademische Gymnasium eignete sich aus bekannten Gründen nicht als Vorzeigeobjekt. Umso wichtiger also, sich der Mitarbeit der wissenschaftlichen Intelligenz vor Ort zu versichern. Ein hoher gesellschaftlicher Rang schadete dabei nicht.
Ideal war Heinrich von Struve, Staatsrat und russischer Botschafter bei den Hansestädten. In Erlangen hatte er gemeinsam mit Abendroth studiert, seitdem als Politiker und Wissenschaftler Karriere gemacht. Er sammelte Mineralien, war seit 1816 Mitglied der kaiserlichen russischen Akademie der Wissenschaften, seit 1822 auch der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Das Mineral Struvit trägt seinen Namen. Bartels lud Struve zu einer Planungssitzung in sein Haus an der Fuhlentwiete. Es war eine hochoffizielle Angelegenheit, höfliche Verbeugungen im Voraus waren angemessen. An etwaige Bekanntschaften aus Studententagen über den Kommilitonen Abendroth erinnerte sich niemand mehr. Ew. Excellenz zu versichern, so Bartels an Struve, wie sehr ich mich durch diesen Besuch geehrt fühlen werde, ist die alleinige Veranlassung dieser Zeilen, die ich zugleich dazu benuzen will, Ihnen schon im voraus meinen Dank dafür zu sagen, daß sie gütigst dazu beitragen wollen, den fremden Gelehrten den Aufenthalt in Hamburg lehrreich und nüzlich zu machen.[54]
Gleich anfangs gab es allerdings Ärger. Bartels und Fricke hatten sich entschlossen, verdiente Wissenschaftler ausdrücklich zur Teilnahme einzuladen. Die weniger verdienten nahmen es vorhersehbarerweise übel. Im Juni erschien eine offizielle Entschuldigung im Correspondenten.[55] Zusammen mit Fricke eröffnete Bürgermeister Bartels dann im September die Versammlung.[56] Er kam noch einmal auf die spezifische Form von praktischer Wissenschaft zurück, die im Gemeinwesen für Fortschritt sorgte. Von Bürgern, die im Schweiße ihres Angesichts ihr Brot verdienten, sprach er, von den Dingen, die die Männer der Wissenschaft, erfunden und ergründet hatten, und die vor allem den Sinn hatten, für das praktische Leben zu nützen. Aber Hamburg hatte auch etwas zu bieten, denn von dem was in der Heimath dieser Bürger sich gestaltet, werde Manches ihrer Forschung einen würdigen Gegenstand, Manches wohl auch ihren Kenntnissen eine neue Bereicherung darbieten. – Mögen sie von einem ergrauten Geschäftsmann die Prophezeiung hinnehmen – ihre Versammlungen, den Interessen der Wissenschaft, des Lebens und der Humanität gewidmet, werden noch eine welthistorische Bedeutung gewinnen.[57] So stand es in den Kritischen Blättern der Börsenhalle.[58]
Der Zusammenhang von Wissenschaft und Leben war das große Thema, interpretiert von einem alten, aufgeklärten Geschäftsmann, dem Hamburger Bürgermeister Bartels. Für alle Fälle rückte die Republik ihre sozialpolitischen und wissenschaftlichen Errungenschaften in helles Licht. Alle Teilnehmer bekamen eine Broschüre geschenkt: Hamburg, in naturhistorischer und medicinischer Beziehung. Sie war eigens zu diesem Zweck verfasst worden und beschrieb auch die Medizinalordnung und das neue Krankenhaus in St. Georg, unser ausgezeichnetes Krankenhaus,[59] das natürlich auch auf dem Exkursionsprogramm stand. Bürgermeister Bartels und Senator Abendroth waren daran bekanntermaßen nicht ganz unbeteiligt. Wenn nützliche Publizität manchmal etwas nach Reklame aussah, war daran auch nicht viel auszusetzen.
Dutzende von Vorträgen und praktischen Demonstrationen standen auf dem Programm. Professor Oersted aus Kopenhagen sprach über die mathematische Wahrheit in der Physik, Professor Wilbrand aus Gießen über Ebbe und Flut.[60] Für Unterhaltung war auch gesorgt: Zu Mittag speiste man im Apollosaal – gegen vier, wie es sich gehörte. Für die künstlerische Begleitung sorgte die Hamburger Liedertafel, Direktion Alfred Methfessel, Komponist der Hamburger Nationalhymne.[61] Abends verfügte sich die Gesellschaft ins Stadttheater. Das Personal hatte sich in Hamburger Volkstrachten verkleidet und streute der Wissenschaft Blumen zum Willkommen.[62] Nichts wurde ausgelassen.
Dann ging es per Dampfschiff nach Helgoland, 178 Teilnehmer waren an Bord. Die Vorträge und Symposien wurden für ein paar Tage ausgesetzt, um den Naturforschern die Erfahrung des gewaltigen Meeres zuteil werden zu lassen. War das die Idee von Bürgermeister Bartels? Er hatte sich ja schon in jungen Jahren gegen szientifische Besserwisserei ausgesprochen und wollte jetzt vielleicht einem Fachpublikum die Erfahrung des Großen und Ganzen in seiner Schönheit vermitteln. Beinahe hätte es ein Unglück gegeben. Vor Helgoland geriet das Schiff in einen schweren Sturm. Aber eine junge Dame zeigte beim gefährlichen Umsteigen den staunenswertesten Mut und der Kapitän bewies bei fünf Meter hohen Wellen all die Unerschrockenheit, die man von diesem Berufsstand zu erwarten berechtigt war. So in liebevollem Detail der amtliche Bericht.[63] Die Reisegesellschaft kam, wenn auch von Seekrankheit geschwächt, wohlbehalten wieder in Hamburg an.
Die Abkürzungen StAHH, StAB und StACux beziehen sich auf Bestände der Stadt- und Staatsarchive von Hamburg, Bremen und Cuxhaven; die Fußnoten auf die Literaturliste.
[1] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 67, Memorandum Abendroths, Oktober 1827.
[2] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 98, o.D.; Hübbe/Plath: Ansichten, Bd. 2, S. 148 gibt 29 Gymnasiasten für dieses Jahr an.
[3] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 22, Kraft an Abendroth, 30.5.1828.
[4] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 6, Lehmann an Abendroth, 20.8.1827.
[5] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 65, Memorandum Abendroths, Oktober 1827.
[6] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 42, Memorandum Abendroths, 3.8.1831, S. 8.
[7] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 65, Memorandum Abendroths, Oktober 1827.
[8] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 66, Memorandum Abendroths, Oktober 1827.
[9] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 66, Memorandum Abendroths, Oktober 1827.
[10] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 67, Memorandum Abendroths, Oktober 1827.
[11] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 68, Memorandum Abendroths, Oktober 1827.
[12] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 66, Memorandum Abendroths, Oktober 1827.
[13] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 70, Memorandum Abendroths, Oktober 1827.
[14] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 38 Dok 11b, Abendroth zum Reformplan Binders, 31.1.1837.
[15] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 39, Memorandum Sievekings, o.D.
[16] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 70, Memorandum Abendroths, Oktober 1827.
[17] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 69, Memorandum Abendroths, Oktober 1827.
[18] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 69, Memorandum Abendroths, Oktober 1827.
[19] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 69, Memorandum Abendroths, Oktober 1827.
[20] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 42, Memorandum Abendroths, 3.8.1831, S. 17.
[21] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 42, Memorandum Abendroths, 3.8.1831, S. 17.
[22] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 40, Memorandum Hudtwalckers, das an dieser Stelle die Forderungen Abendroths und des Scholarchats zusammenfasst, 25.1.1831.
[23] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 38 Dok 3, die Professoren Lehmann, Petersen, Krabbe und Wurm zur Gymnasialreform, S. 2, 25.3.1836.
[24] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 72, Memorandum Abendroths, Oktober 1827.
[25] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 38 Dok 9, Memorandum Pehmöllers, 5.12.1836.
[26] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 75, Rambach an Abendroth, 4.11.1827.
[27] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 129, Kommentar Bartels‘, 21.2.1828.
[28] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 130, Kommentar Bartels‘, 21.2.1828.
[29] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 130, Kommentar Bartels‘, 21.2.1828.
[30] StAB, 2 B 5 a 7 Vol 2, Bartels an Smidt, 26.3.1823. ‚Unser Gries‘ war Syndikus Johann Michael Gries.
[31] Beneke: Tagebücher, 10.12.1813.
[32] StACux, Amtsarchiv Ritzebüttel I Fach 13 Vol B Fasc 2 Dok 133, Abendroth an Hartung, 22.8.1831.
[33] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 39, Memorandum Sievekings, o.D.
[34] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 42, Memorandum Abendroths, 3.8.1831, S. 8. Reimarus hatte sich um eine Professur beworben und war 1796 gewählt worden. Reimarus: Lebensbeschreibung, S. 69.
[35] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 39, Memorandum Sievekings, o.D.
[36] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 68, Senatsbeschluss, 26.4.1833.
[37] Anderson/Lappenberg: Sammlung, Bd. 12, S. 359-362.
[38] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 85, Senatsbeschluss, 6.9.1833.
[39] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 38 Dok 9, Memorandum Pehmöllers, 5.12.1836.
[40] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 38 Dok 11b, Bemerkungen Abendroths zu einem Memorandum Binders, 31.1.1837.
[41] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 68, Senatsbeschluss, 26.4.1833.
[42] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 38 Dok 15, Binder im Senat, 7.2.1837.
[43] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 38 Dok 11b, Abendroth zum Reformplan Binders, 31.1.1837.
[44] Zur Erinnerung an Professor Christian Petersen, S. 458.
[45] Zur Erinnerung an Professor Christian Petersen, S. 457.
[46] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 38 Dok 16, Binder im Senat, 10.3.1837, Blatt 3.
[47] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 2 Vol 25 Dok 31, Bartels an Syndikus Amsinck, 14.6.1845.
[48] Wibel: Kabinett.
[49] Kurig: Johannes Gurlitt, S. 25.
[50] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 2 Vol 25 Dok 31, Bartels an Syndikus Amsinck, 14.6.1845.
[51] Wulf: Humboldt, S. 249f.
[52] Zitiert nach Wulf: Humboldt, S. 250.
[53] Bartels/Fricke: Bericht, S. 24.
[54] SUB Hamburg, Literaturarchiv Johann Heinrich Bartels, Bartels an Struve, o.D., wahrsch. 1830.
[55] Bartels/Fricke: Bericht, S. 9.
[56] Beneke: Bürgermeister, S. 17. Bartels/Fricke: Bericht, S. 10.
[57] Kritische Blätter der Börsen-Halle, 20.9.1830.
[58] Der genaue Wortlaut der Rede des Bürgermeisters in Bartels/Fricke: Bericht, S. 29–32.
[59] Bartels/Fricke: Bericht, S. 36.
[60] Bartels/Fricke: Bericht, S. 36.
[61] Bartels/Fricke: Bericht, S. 32–34.
[62] Bartels/Fricke: Bericht, S. 35.
[63] Bartels/Fricke: Bericht, S. 56–58.


