62. Johanneum gegen Realschule
Naturkunde, moderne Sprachen und Mathematik – Schulen für die Bürgergesellschaft
Seit 1529 besuchten Hamburgs Schüler das Johanneum, wenn sie Gelehrte oder Juristen werden wollten. Kaufleute und Versicherungsmakler taten das auch, hatten davon aber nicht viel, weil der Lehrplan zu sehr auf Griechisch und Latein ausgerichtet war. Der Erfolg konkurrierender Privatschulen, die Mathematik und moderne Sprachen anboten, machte eine Reform der höheren Bildung unumgänglich.
Dies ist Teil 62 der Aufklärung in Hamburg: Johann Heinrich Bartels, Amandus Augustus Abendroth, Ferdinand Beneke und die Verbesserung einer deutschen Republik 1790–1835. Die Einleitung beschreibt, worum es geht, und ein Überblick über die bisher veröffentlichten Kapitel findet sich hier.
Die Verbesserung der UnterrichtsAnstalten ist eine Hauptpflicht der Obrigkeiten, und so habe ich ihnen meine vorzügliche Aufmerksamkeit gewidmet.[1] Das schrieb Gouverneur Abendroth Anfang 1818 aus Cuxhaven an den Senat. Es war jetzt 20 Jahre her, dass er für die Zentralschule der Armenanstalt kleinere Klassen und mehr Sach- und Verstandesbildung auch für die Kleineren und Ärmeren gefordert hatte. Als Amtmann von Ritzebüttel gründete er 1810 die Rektoratsschule. Die Cuxhavener Bildungsoffensive fiel durch Weltlichkeit auf. Im laufenden Konkurrenzkampf zwischen Pädagogen und Geistlichen sorgte Abendroth für Parität durch bessere Bezahlung der Lehrer. Der Rector ist aber auch so situirt daß er ohne Sorgen lebt und mit keinem Prediger hier im Lande tauscht.[2] Bisher betrachteten viele Lehrer ihre Anstellung als eine Durchgangsstation zu höher bezahlten geistlichen Würden.[3] Das änderte sich, der Direktor verdiente 600 Mark pro Jahr und war damit ganz zufrieden.[4] Ein Wandel der alten Rangordnung deutete sich an, der gut bezahlte Lehrer begann den Pastor zu überholen.
Die Rektoratsschule hatte einen modernen Lehrauftrag: Naturkunde, Geografie, Englisch und Französisch standen auf dem Lehrplan, dazu Latein. Sie entwickelte sich auch weiter in diese Richtung. 1836 wurde versuchsweise eine Navigationsklasse eingerichtet.[5] Sie war eine Realschule – im Gegensatz zu den Gelehrtenschulen der alten Welt. War in diesem Zusammenhang Latein sinnvoll? Griechisch hatte Abendroth schon gestrichen.[6] Die modernen Sprachen hatten praktischen Gebrauchswert für die kleine Hafenstadt. Etwas anderes war es mit Latein, nicht geeignet für die Konversation mit Kapitänen aus Hull oder Bordeaux.
Latein war für die Universität unabdingbar. Der Gouverneur war der Ansicht, dass auch Kleinstadtkinder dort eine Chance haben sollten. Aber Studenten aus dem Ritzebütteler Bürger- und Kleinbürgertum – eher bildungsfern – mussten in ein sehr fremdes Milieu wechseln. Abendroth wischte das beiseite. Es ging ihm um die Förderung von Talent und Ambition. In Hamburg hatte Georg Heinrich Sieveking 1790 zur festlichen Erinnerung an die Eroberung der Bastille gedichtet: Nicht Geburt; Verdienst nur ehrt.[7] Es war schon etwas länger her, und die Forderung war nicht ohne Widerspruch geblieben.
Bildungsreformer Abendroth blieb dabei. Er passte den Grundsatz den Lokalumständen an. Die bodenständigen Lotsen, Seefahrer und Gastwirte Ritzebüttels waren etwas befremdet, aber er setzte sich energisch durch. Ich weis es sehr wohl daß man nicht zu viel junge Leute zum studiren überreden mus, allein es ist doch gewis recht, jungen talentvollen Leuten das studiren nicht zu nehmen.[8] Das schrieb er Anfang Februar 1818 nach Hamburg an Johannes Gottfried Gurlitt, den Direktor des Johanneums, und beantragte eine Freistelle für einen vielversprechenden Schüler aus Cuxhaven. Dessen Vater war Gastwirt, den Verhältnissen fehlte die Politur der verfeinerten Sitten. Roh nannte der Gebildete so etwas.[9] Abendroth prognostizierte gute Chancen für den Jungen, er brauche nur Unterstützung. Der Gouverneur machte die Talentförderung zu seinem Projekt. Aus der dürftigen Classe sind oft die besten Leute hervorgegangen, und so würde es mir eine große Freude seyn, wenn ich die Veranlassung wäre, daß auch aus diesem Knaben etwas Gutes würde.[10]
Auch Johann Georg Büsch hatte zu seiner Zeit ärmere Schüler gefördert, wusste aber ziemlich genau, wie groß die Widerstände waren.[11] Der Cuxhavener Gastwirtssohn scheiterte, wozu auch ein unwilliger Gurlitt seinen Beitrag leistete. Aber das änderte nichts am Grundsatz des Ritzebütteler Gouverneurs und seiner aufgeklärten Reformfreunde: Aus der dürftigen Classe sind oft die besten Leute hervorgegangen. Schule und Universität hatten das Talent zu unterstützen. Bildungspolitik bekam die Aufgabe, sozialen Aufstieg zu fördern. Selbst der Sportplatz half dabei und gab Senator Abendroth den erwünschten Vorwand für einen Seitenhieb gegen die Restauration. Sportliche Übungen galten verängstigten Konservativen ja als Ausbildungsort der Demagogen. Der Deutsche Bund zitterte vor den Praktikanten der Bauchwelle. Abendroth nicht. Auch für körperliche Uebungen ist bei dieser Bürgerschule durch Anlegung einer kleinen Turn-Anstalt gesorgt, ohne daß man fürchten darf, dadurch dämagogische Umtriebe hervorzurufen, als wozu, weder die Aeltern noch die Schüler, auch nur auf die entfernteste Weise, die geringste Neigung haben.[12]
In Hamburg selbst war alles komplizierter und die Widerstände waren größer. Die gelehrte Schule der Republik war das Johanneum. Es hatte seine Probleme. Aus der Perspektive der Aufklärer ließen einige Lehrkräfte dieses Instituts zu wünschen übrig, religiöse Kopfhänger von fragwürdigem sittlichen Betragen. Da war vorzeiten dieser Professor, der den kleinen Johann Albert Heinrich Reimarus unterrichtet hatte, Conradi hieß er. Er war aus der derzeitigen Hallischen pietistischen Schule, ein frommer Heuchler, der aber nachmahls, seiner gar zu ruchbaren Liederlichkeit wegen, abgesetzt wurde.[13] Das war wahrscheinlich ein Einzelfall, konnte immer passieren. Aber die Aufklärer glaubten doch einen bestimmten Typus zu erkennen, den frommen Heuchler, der zu dieser Sorte von Entgleisungen neigte.
Schwerwiegender war, dass die hohe Schule philologische Haarspalterei betrieb. Griechisch und Latein dominierten und im Unterricht wurden einzelne Worte so lange ausgewrungen, bis Sinn und Zweck der Texte nicht mehr zu erkennen waren.[14] Was war daraus abzuleiten? Die Meinungen gingen auseinander. Johann Bernhard Basedow, der Reformpädagoge, wollte Latein an den Bürgerschulen als gesprochene, als lebende Sprache vermitteln, andere wollten es ganz abschaffen. Büsch plädierte für einen pädagogisch gezielten Einsatz: Latein als Grundlage der modernen Sprachen und als Klammer der Wissenskultur.[15] Auf jeden Fall zeigte sich, dass die Absolventen mit ihren vertieften Latein- und Griechischkenntnissen nicht die besten Voraussetzungen für die Arbeit auf den Kontoren mitbrachten. Das zahlende Publikum, die Eltern, zog die Konsequenz und schickte den Nachwuchs auf Privatakademien, die den Anforderungen des Bildungsmarktes besser gerecht wurden. Es musste also etwas geschehen.
1802 reformierten Rat und Bürgerschaft das Johanneum und sorgten für die Wahl des progressiven Johannes Gurlitt zum Direktor. Er entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer Art aufgeklärten Schuldiktator. Es war unglaublich, welche Gewalt sich Gurlitt erworben hatte, so daß die Professoren während seiner Lehre wohl im Stillen seufzten, allein erst nach seinem Tode zu sprechen wagten.[16] So das Urteil Abendroths, der aber wusste, dass er über einen Verbündeten im Geiste sprach. Erweckte Christen ahnten hingegen, dass Ungemach auf ihren Nachwuchs zukam, was sich auch reichlich bestätigte. 1825 schickte Beneke Sohn Otto aufs Johanneum. Gern tat er es nicht, mich graust etwas vor dem flauen, oder gar verkehrten Religions Unterrichte daselbst und vor dem Pabstthum des alten (in mancher andern Hinsicht sehr verdienten) Gurlitt.[17] Der kleine Otto trat in eine Festung des Rationalismus ein. Ihr Direktor nahm kein Blatt vor den Mund. Seiner Rede zur Empfehlung des Vernunftgebrauchs stellte Gurlitt 1822 ein nicht ganz unproblematisches Motto voran: Ich weiß – die Welt hat es erfahren - / daß selbst der Glaub‘ in eines Priesters Hand / mehr Böses tat in 1800 Jahren / als in 6000 der Verstand.[18] Es klang nicht gerade bescheiden und erstaunlicherweise störte diese Angriffslust das aufgeklärte Establishment der Republik nicht sonderlich. Mit dem neuen Direktor machte sich das Scholarchat, die Schulbehörde der Republik, an die Reform des verstaubten Johanneums, federführend im Senat war Johann Joachim Jänisch.[19] Die neuen Sprachen erhielten größeres Gewicht, mehr Lehrer wurden eingestellt und das System der Jahrgangsklassen durch Fachklassen ersetzt.[20] Es gab jetzt sprachliche und naturkundliche Kurse, differenziert nach Leistungsgruppen.
Für Gurlitt aber hatten die Realfächer keineswegs erste Priorität. Mit dem neuen Lehrplan passierte nämlich etwas Merkwürdiges: Er wurde stillschweigend entsorgt. Durch den verstorbenen Gurlitt ist … der am 22. October 1801 von Rath und Bürgerschaft genehmigte Schulplan ganz und total abgeändert, und ist nur noch als eine Antiquität anzusehen.[21] Das stellte Scholarch Abendroth fest, als er sich mit der Situation der Schulen der Republik zu beschäftigen begann. Es kann gut sein, dass damit besonders die Realschulelemente dieses Plans gemeint waren. Bei näherem Hinsehen ging nämlich Gurlitt nichts über klassische Philologie. Die wahre Aufklärung sprach griechisch, so seine Meinung, war doch ihr erster Stammort griechischer Boden.[22] Kritisches Denken war ihm wichtiger als Virtuosität im Dreisatz. Von erstklassigen Lateinkenntnissen hing nach wie vor die Versetzung in die Prima ab. Sechs Aufsätze in lateinischer Sprache und als Hausaufgabe eine Übersetzung pro Woche vom Deutschen ins Lateinische waren die Mindestanforderung. Er fand es bedenklich, wenn Eleven anderer Schulen zwar den Horaz nicht ohne Geschmack übersetzen, aber kein lateinisches Exercitium … componieren konnten.[23]
Das war kein Programm für Realschulen und so hatte Abendroth diesen Reformer auch immer wahrgenommen. Gurlitt war nicht für die Realschule und vernachlässigte sie ganz.[24] Man konnte das auch noch schärfer ausdrücken und Abendroth tat es gerne um der Klarheit willen. Der verstorbene Gurlitt sah, wie er stets pleno ore bekannte, die Realschule als ein hors d’oeuvre, als etwas lästiges an, was er nur so mit fortschleppte und interessirte sich blos für die gelehrte Schule, er tolerirte diese Realschule, da die gelehrte Schule ihrer zu ihrer Erhaltung nicht entbehren konnte.[25] Letzteres war wörtlich zu nehmen. Die Gehälter der Professoren stammten etwa zur Hälfte aus dem Schulgeld. Sollten die Eltern auf die Idee kommen, ihre Kinder lieber realwissenschaftlich orientierten Privatschulen anzuvertrauen – und darauf kamen sie – dann löste der Rückgang der Schülerzahlen unmittelbar eine Finanzkrise am Johanneum aus. Die Republik musste immer auf nachdrücklich vorgetragene Elternwünsche Rücksicht nehmen. Tat sie es nicht, saßen die Professoren des Johanneums mit leeren Taschen vor leeren Klassen.
1827 kam es in der Schulpolitik zu einer Wende. Das hatte mit zwei Entwicklungen zu tun. Zum einen war im Juni der einschüchternde Johannes Gurlitt gestorben. Zum anderen lief im Stadthaus am Neuen Wall die Amtszeit Abendroths als Polizeichef aus. Er war mittlerweile einer der ranghöchsten Senatoren und die wurden traditionsgemäß ins Scholarchat gewählt. So auch Abendroth.[26] Damit hatte die Republik einen neuen und höchst aktivistischen Bildungspolitiker an der Spitze ihrer Schulbehörde. Er kümmerte sich um alles, zum Beispiel um die Dekoration des Festsaals zum 300-jährigen Jubiläum des Johanneums. Der Hörsaal der Prima war durch die rühmliche Sorgfalt unsers verehrten Herrn Senators Abendroth sehr nett und geschmackvoll ausgeschmückt worden,[27] teilte der Direktor des Instituts der Öffentlichkeit mit. Sitzungen der Schuldeputation fanden in Abendroths Haus statt.[28] Jeder, der sich in den kommenden Jahren mit den Schulen der Republik beschäftigte, musste mit Post von ihm rechnen. Da ich als früherer Scholarch und Protoscholarch, das richtete sich 1837 an den Kollegen Binder, die ganze Sache unter Händen hatte auch von mir die mehrsten Vorstellungen … herrühren, so erlaube ich mir meine Ansichten darüber mitzutheilen.[29]
Er ließ sich nicht abhalten. Gleich nach der Wahl in die Leitung des Scholarchats setzte eine Reformoffensive ein. Es durfte natürlich nicht so aussehen, als sollte der verstorbene Direktor Gurlitt desavouiert werden. Vom höchst zu verehrenden Jugendlehrer und zweiten Gründer unseres Johannei[30] rhapsodierte Abendroth in den Vorlagen an den Senat, aber dann folgten lange Listen mit Verbesserungen: mehr Naturwissenschaften und neue Sprachen, eine unabhängige Realschule, wissenschaftlich ausgewiesene Lehrer, verbesserte Bibliotheken und Laboratorien, generell eine energische politische Führung und weniger Autonomie für das Lehrpersonal. Der Ex-Polizeichef hatte sein pädagogisches Interesse nicht verloren und zudem ein Modell vor Augen: die Schulpolitik der preußischen Reformer. Auf diese Linie brachte er auch das Scholarchat. Es analysierte die Einrichtung des Johanneums und unterwarf sie … einer gänzlichen Revision; wie denn solche Institute, Abendroth kam kurz ins Philosophieren, wie alle menschlichen Einrichtungen, nach einem gewissen Zeitraum derselben stets bedürfen, um, da man nicht täglich ändern darf, dann die neuen Erfahrungen zu benutzen. Das Collegium nahm sich hier ganz besonders den Preussischen Staat, der so wie in manchen anderen Administrationen, so ganz besonders im Schulfach den ersten Rang einnimmt, zum Muster;[31] Aber anstatt besser, wurde es schlimmer.
Anfang der 1830er-Jahre vertiefte sich die Krise des Johanneums. Sie war in den leeren Klassenräumen zu besichtigen. Die Sache war von höchster Dringlichkeit, so kann es nicht bleiben, schrieb Senator Abendroth im Frühjahr 1831 besorgt an den Kollegen David Schlüter, man will behaupten daß Ostern 50 Scholaren weggehen.[32] Es machten schon wieder Geschichten über die Gründung einer zweiten höheren Schule die Runde. Früher wollte Petersen eine förmliche 2te gelehrte Schule anlegen was inhibirt ward, izt ist auch davon schon wieder die Rede, was unserm Johanneo den garaus machen würde, es mus nicht blos die Gymnasialsache gefördert werden, auch das Johanneum mus gemeinschaftlich mit demselben verbunden und beachtet werden - [33]
Die öffentliche Meinung der Republik hatte mehrere Ursachen für die Krise des Johanneums ausgemacht. Zum einen lag es an den Lehrern. Der Lehrkörper hatte seine Eigenheiten, nicht alle waren pädagogisch wertvoll. Drei Kandidaten listete Abendroth im März 1831 auf, die in der republikanischen Öffentlichkeit gerade einen besonders schweren Stand hatten: den Direktor des Instituts Friedrich Karl Kraft sowie die Professoren Friedrich Gottlieb Zimmermann und Ernst Philipp Ludwig Calmberg. Dies waren die Vorwürfe, die herumgereicht wurden, Originalton Abendroth:
1) gänzliche Unfähigkeit von Kraft dem Director daher fehlende Subordination der Lehrer und Schüler, und sein Vortrag zum Einschlafen
2) dem Dr. Zimmermann allgemein fehlende Achtung, der, statt den Studien obzuliegen, immer in den Pavillons und Theatern liegt – und sich bisweilen betrinkt
3) bey Calmberg Mangel an lebhaftem Vortrag und unsinnige Vorliebe zum Sanscritt womit er sogar die Schüler in den unteren Classen belästigt.[34]
Ob das wirklich alles stimmte, stand dahin. In Personalfragen waren Klatschereien schwer von Fakten zu trennen. Persönlich hatte Abendroth mit einigen der Lehrer deutlich bessere Erfahrungen gemacht, mit Dr. Zimmermann zum Beispiel. Ihn habe ich … immer für einen der tüchtigsten Lehrer gehalten.[35] Zimmermann war ein Liberaler, kannte Heinrich Heine, hatte Sinn für den Fortschritt und machte daraus kein Geheimnis. Mit seinen Schülern las er Zeitung, gerne auch kritische Artikel. Nicht jeder schätzte das. Der erweckte Senator Hudtwalcker ärgerte sich darüber ganz ausnehmend und fand das Zimmermann‘sche Studium der Presse subversiv, worin der Jugend der herrschende politische Schwindel so recht con amore eingeimpft wird. So hat er einen schändlichen Artikel über den König von Preussen und dessen Familie, der im Messager stand, vorgelesen.[36] Bürgermeister Bartels attackierte Zimmermann, weil er im Meurer-Streit auf der falschen Seite stand.[37] Abendroth fand das weiter nicht zu beanstanden, über Kritik am König von Preußen oder an langverstorbenen Hamburger Bürgermeistern verlor er nicht sein inneres Gleichgewicht. Andere schätzten Zimmermann als eleganten Interpreten von Terenz, bedeutenden Theaterkritiker und witzigen Gesellschafter.[38]
Nur was war mit Kraft, dem Direktor? Der war im August 1827 gewählt und etwas später in aller Form in sein Amt eingeführt worden – mit einer kleinen Prozession. Die zeremoniöse Republik liebte so etwas. Senatoren, Pastoren und die Lehrer versammelten sich im Zeichensaal. Dann begab sich Kraft, flankiert von den Senatoren Abendroth und Westphalen, zu Choral und Reden in den Festsaal. Der neue Direktor sprach zum Thema: Welches sind die Hauptbedingungen, unter denen eine Schule bestehen und gedeihen kann?[39]
Vielleicht mehr Disziplin? Deren Mangel war jetzt das Problem. Abendroth hatte am Berufungsverfahren mitgewirkt, das nach allen Regeln der Kunst durchgeführt worden war. Es hatte nicht viel geholfen, ich begreife das Ganze nicht, wir haben nicht von einem Mann sondern von vielangesehenen Pädagogen die befriedigendsten Nachrichten seinerzeit eingezogen - [40] Wahrscheinlich lag es an persönlichen Intrigen, vielleicht auch daran, dass jeder Nachfolger eines Gurlitt seine Probleme gehabt hätte.[41] Der Fall war umso kritischer, als er unterirdisch mit dem Endlosstreit zwischen der Vernunftreligion und der christlichen Erweckung zusammenhing. Kraft hatte sich mit Ludwig Christian Gottlieb Strauch, Hauptpastor an der Nikolaikirche, angefreundet. Abendroth hatte das wahrgenommen und setzte den Kollegen Schlüter darüber in Kenntnis.[42] Der Pastor war vor noch nicht allzu langer Zeit wegen der Angriffe Gurlitts auf ihn bis vor den Bürgermeister Bartels gezogen – dort aber mit seiner wahren Religion gescheitert.
Für die Stärkung des höheren Schulwesens gab es eine klare Sachperspektive: eine unabhängige Realschule. Sie wird … um in ihrer ganzen Wichtigkeit zu erscheinen, so erklärte Abendroth diesen epochemachenden Vorgang, jezt äußerlich getrennt, nur kann sie der Finanzen wegen, nicht ganz getrennt werden, da an dem Schulgelde beide Schulen theil haben müssen.[43] Wichtig war in diesem Zusammenhang, dass die Realschule als gleichberechtigte Schule neben dem altsprachlichen Johanneum fungieren sollte, aber eben mit modernem Unterrichtsprogramm. Am Johanneum konnten sich die Realfächer nicht richtig entfalten.[44] Das war die Sorge Abendroths im Frühling 1831.
Dreh- und Angelpunkt bei der Abnabelung der Realschule vom Johanneum war die Einsetzung eines separaten Direktors. Wieder eine Personalfrage. Schulpolitik schien im Wesentlichen aus Personalpolitik zu bestehen. Es war schon früher ein Beschluß der Schul-Deputation, informierte Abendroth Senator Schlüter, seinem Nachfolger im Scholarchat, einen SubDirector für die Bürgerschule zu bestellen und nur die Meinung des Directoris daß Hipp dazu nicht passe und daß man an ihm nicht vorbeygehen könne verhinderte dies, ob nicht auch etwas Jalousie von Krafft dabey war will ich nicht bestreiten, mir scheint daß Hipp sehr wohl, ungeachtet seines Alters dazu passt, er hat die Liebe der Scholaren, und weiß, ungeachtet seines bisweilen allzu fidelen Betragens, doch Autorität zu halten;[45] Karl Friedrich Hipp war Mathematiker und Naturwissenschaftler, für Abendroth immer ein Pluspunkt, und dieses Profil passte zur Realschule. Gurlitt hatte ihn ans Johanneum geholt und nach dessen Tod leitete er es einige Monate lang kommissarisch. Aber er war vielleicht wirklich etwas zu alt. 1836 wurde er pensioniert.
Ob das Problem nur bei Hipp lag, war die Frage. Auf jeden Fall sprach sich der Direktor des Johanneums unzweideutig gegen einen eigenen Direktor für die Realschule aus. Abendroth hatte in der Schuldeputation mehrere Male versucht, diese Idee durchzusetzen, ohne Erfolg. Im trockenen protokollarischen Stil der Deputation hörte sich das dann so an. Von demselben Herrn Senator Abendroth wurde von Neuem die Frage wegen Anstellung eines Mitdirectors für die Real- und Vorschule in Anregung gebracht. Der Director wurde um seine Meinung deshalb befragt.[46] Dieser Direktor war Kraft vom Johanneum, der nach Lage der Dinge einen stark verkleinerten eigenen Wirkungskreis zu erwarten hatte, wenn Abendroths Antrag Erfolg haben sollte. Es überraschte den Senator wohl nicht sehr, dass Kraft nur Schwierigkeiten sah und Schwierigkeiten machte, das aber ziemlich eloquent, denn die Schuldeputation vertagte den Antrag.[47] Eine vom Johanneum unabhängige Realschule war ein weiteres Mal gescheitert.
Der Umschwung kam dann aber sehr schnell, nicht zuletzt auf Druck der Eltern, die damit drohten, ihre Kinder aus der Schule zu nehmen.[48] Konkurrierende Privatinstitute konnten also den Fortschritt durchaus beflügeln, wenn die staatlichen Einrichtungen lahmten. Zu Ostern 1834 wählte das Scholarchat Erich August Friedrich Krämer zum Realschuldirektor und erhöhte die Anzahl der Klassen. Die Arbeit Abendroths zeigte ihren Erfolg mit etwas Verspätung, dann aber umso nachhaltiger.
Die autonome Realschule entwickelte sich unter der Leitung Krämers zu einer pädagogisch radikalen Einrichtung für die Bürger der Stadt. Griechisch spielte gar keine Rolle mehr, Latein hätte das Scholarchat in Übereinstimmung mit dem neuen Direktor ebenfalls am liebsten komplett gestrichen. Es blieben dann einige Reststunden, aber nur aus praktischen Gründen, weil manche Eltern es wünschten und einige Schüler Pharmazie studieren wollten. Keine Rede mehr davon, dass Latein die Mutter aller Sprachen sei. Auch ich trete jetzt den Männern, die dem Unterrichte im Lateinischen keinen eigenen Platz unter den Lehrgegenständen an der Realschule angewiesen sehen wollen, bei, weil, um es kurz zu sagen, unsre Muttersprache d i e Stufe der Vollkommenheit erreicht hat, dass man eine gründliche Kenntniss von ihr nicht nur durch sie selbst erlangen, sondern dass sie sogar eine Sprachmutter für andere werden kann.[49] Das brachte der neue Direktor frisch und selbstbewusst zu Papier. Etwas maliziös fügte Krämer noch hinzu, dass die vielgepriesenen Griechen ihre Virtuosität im Sprachgebrauch auch nicht durch das vertiefte Studium einer Fremdsprache erlangt hätten, was schwer zu widerlegen war.
Deutsch, Französisch und Englisch bestimmten also den Lehrplan der Sprachen; Naturgeschichte, Physik, Geographie, Geschichte und Mathematik den der Wissenschaften. Vor allem die Mathematik, von der, so Professor Krämer, viele ausgezeichnete Directoren Deutschlands schon behauptet haben, dass sie gerade das für die Realschule sei, was für die Gelehrtenschulen die alten Sprachen, daher wird dieser Unterricht … so weit geführt, dass die Hauptlehren der angewandten Mathematik verstanden werden können.[50] Mathematik, das neue Latein. Dass Mathematik auch die Kalkulation von Lebensversicherungen, Sparkassen, Staatspapierinvestments und Lotterien ermöglichte, musste kaum erläutert werden und leuchtete der rechnenden Bürgerwelt der Handelsmetropole unmittelbar ein.
Dem Scholarchen Abendroth selbstverständlich auch. Da, wie ich erfahre, auch auf mehreren Kontoren mit Logarithmen gerechnet wird, so ist auch dieses, so wie Technologie, das doppelte Buchhalten, Hamburgische Geschichte und Verfassung in diesen Lehrplan aufzunehmen.[51] Er hatte es in einem anderen Zusammenhang geschrieben, aber es passte perfekt für die neue Realschule. Und die Religion? Für die gab es freundliche Worte, im Mittelpunkt des Curriculums aber stand sie nicht. Der Unterricht wollte zudem eine bestimmte Form der Religion vermitteln. Schützen sollte sie das Gemüt vor einer andächtelnden Schwärmerei, dafür das Herz erheben zu einem hellsehenden, starken, durch die Liebe thätigen Glauben.[52] Diese Realschule war bis in den Religionsunterricht ein Produkt der Aufklärung.
Die Modernisierung wirkte Wunder. Senator Schlüter berichtete darüber im Mai 1835 im Senat. Die Reorganisation der Realschule des Johannei, welche im vorigen Jahr statt gehabt, hat schon in diesem kurzen Zeitraume einen so vortheilhaften Einfluß auf die Frequenz derselben gehabt, daß die Zahl der Scholaren seit Ostern vorigen Jahres sich um 63 vermehrt hat und von 70 bis auf 133 angewachsen ist. Die Folge davon ist, daß mehrere Lehrer werden angestellt und mehrere Locale werden beschafft werden müssen.[53] Bis Ende 1844 vermehrte sich die Zahl der Schüler auf 299. Das altsprachliche Johanneum lag mit 128 Schülern abgeschlagen auf Platz zwei.[54] Dann gab es auch noch mehr Geld. Die Wichtigkeit dieser Pflanzschule für alle unsre Gewerbestände … anerkennend, votierten Bürgerpräsidium und Senat für eine kräftige Gehaltserhöhung der Realschullehrer.[55] Der erfolgreiche Direktor Krämer bekam eine Zulage von 1.000 Mark.[56] Das Gesetz zur Trennung von Realschule und Johanneum passierte im April 1837 die Bürgerschaft.[57]
Der durchschlagende Erfolg der Realschule wartete mit einem überraschenden Problem auf: zu viele Schüler. Ursprünglich sollte das Schulgeld gesenkt werden, möglicherweise um sie für einkommensschwächere Bürger zu öffnen. Abendroth ging davon ab. Das Schulgeld für die Realschule herunter zu setzen wie es wohl früher die Absicht gewesen, rathe ich nicht da der Zudrang sonst zu groß werden und wir auch den Privat Instituten zu sehr schaden würden.[58] Dabei blieb es. Aber der Ansturm der Schüler war natürlich ein erfreuliches Phänomen. Die Eltern der Republik stimmten ab, die Realschule war der große Gewinner.
Bei gleich hohem Schulgeld jedoch hielt sich die soziale Durchlässigkeit der neuen Bildung in Grenzen. Es betrug wie auf dem gelehrten Zweig 25 Mark pro Quartal, also 100 Mark pro Jahr, für kleine Leute mit einem Jahreseinkommen von vielleicht 400 oder 500 Mark unerschwinglich. Stipendien und Freistellen änderten das nur unwesentlich. Von den 299 Realschülern des Jahres 1844 zahlten 251 das volle Schulgeld. Am gelehrten Zweig war es mehr oder weniger das gleiche. Von seinen 128 Schülern waren 100 Vollzahler, an beiden Schulen profitierten also etwa 20% in irgendeiner Form von der Ermäßigung des Schulgelds.[59] Auffällig war: Pastoren und Lehrersöhne – sie zahlten die Hälfte oder gar nichts – tendierten eindeutig zum gymnasial-altsprachlichen Bildungstyp, während die ‚dritten Söhne‘ – auch ihnen wurde das Schulgeld erlassen – ebenso eindeutig für die Realbildung optierten. 14 Pastoren- und Lehrersöhne besuchten das gelehrte Johanneum, nur drei die Realschule. Zwei ‚dritte Söhne‘ besuchten die gelehrte Schule, 20 hingegen die Realschule. Wirtschaftsbürger verbanden mit der Realschule die Hoffnung auf bessere Chancen am Arbeitsmarkt.
Die Reform der höheren Schulen erforderte flankierende Maßnahmen. Abendroth legte Pläne für die Verbesserung der Bibliothek und der physikalischen Sammlung vor.[60] Wer realistische Lehrinhalte wollte, musste den Schulen für den physikalischen und chemischen Unterricht das Instrumentarium zur Verfügung stellen. Fakt war, dass ohne diese Instrumente mancher Unterricht garnicht zweckmäßig gegeben werden kann.[61] Das war die These Abendroths. Schüler sollten experimentieren und nicht nur Formeln auswendig lernen. Beim Stand der Dinge war das leichter gesagt als getan. Das physikalische Kabinett ist jetzt in einem kläglichen Zustand und … laufen wir Gefahr alle Instrumente zu verlieren oder in einen gänzlich unbrauchbaren Zustand verfallen zu sehen, wenn nicht bald etwas ernstliches geschieht. Der Ankauf ist vor fast 20 Jahren gemacht, ich lege das Verzeichnis bei; das Fach der Chemie und des Galvanismus fehlt ganz auch sind nach den großen Fortschritten, die die Wissenschaften gemacht haben, die mehrsten Fächer zum Theil obsolet zum Theil incomplet. – Es sind sicher 10.000 Mark nöthig um hier die so erwünschte Vollständigkeit zu erhalten.[62] Bei der Bibliothek war die Lage nach senatorischer Einschätzung auch nicht viel besser.[63] Senator Abendroth verlangte mehr Geld, eine Straffung der Organisation – und die Reinigung der Bibliothek von Allotriis.
1804 war das Abitur eingeführt worden.[64] Leistungsprüfung entsprach dem Sinn aufgeklärter Reformer für nachweisbare Ergebnisse. Abendroth fand es naheliegend das Johanneum per Abitur zu beenden, nur erfolgreiche Abiturienten zum Akademischen Gymnasium zuzulassen und dort wiederum ein Examen vorzuschreiben, ohne das niemand auf die Universität wechseln durfte. Aber die Chancen standen nicht gut. Ich glaube daß es bei unserer freien Verfassung große Schwierigkeiten hat dies zu bestimmen, sonst würde es gewiß sehr nützlich seyn, und sich alles mehr consolidiren.[65] Die Einschätzung war realistisch, zumal er selbst die gestaffelten Prüfungen von einer Reform des Akademischen Gymnasiums – dazu mehr im folgenden Kapitel – abhängig machen wollte, die auf sich warten ließ. Also konzentrierte er sich Ende der 20-er Jahre auf die Verbesserung des Abiturs am Johanneum, was auch gelang, da nach einer neuen Beliebung des Scholarchats das Maturitäts Examen sehr geschärft und in bestimmte Gränzen gesetzt ist.[66]
Es gab allerdings ein Problem. Zu den Prüfungen war die Öffentlichkeit zugelassen. Die Folge war, dass etwas schwächere Kandidaten die Gelegenheit erhielten und nutzten, sich zu blamieren. Aus pädagogischen Gründen und im Interesse der Abiturienten fanden Senator Abendroth und seine Kollegen es angezeigt, das Prinzip der Öffentlichkeit in diesem Falle zurückzunehmen. Der Beschluss erfolgte in der Schuldeputation im März 1829.[67] Wir haben diese Nichtöffentlichkeit am Johanneum für die jungen Leute einführen wollen, so erklärte Abendroth die Sachlage, um desto freier sie beurteilen zu können ohne sie zu beschämen also gewiß in der besten Absicht.[68] Die jungen Leute, sagte Abendroth. Er sagte es voller Sympathie. An den Abiturprüfungen nahm er persönlich teil.[69] Die Lokalpresse hingegen hatte mit dem vermeintlichen Geheimabitur ihren Spaß. Abendroth wies Zensor Hoffmann an, diese wenig konstruktiven und hämischen Beiträge zu streichen. In manchen Fällen hatte Zensur für Aufklärer ihre Reize.
Die Abkürzungen StAHH, StAB und StACux beziehen sich auf Bestände der Stadt- und Staatsarchive von Hamburg, Bremen und Cuxhaven; die Fußnoten auf die Literaturliste.
[1] StACux, Amtsarchiv Ritzebüttel II Fach 1 Vol F1 Dok 3, Abendroths Bericht über Ritzebüttel 1817.
[2] StACux, Amtsarchiv Ritzebüttel II Fach 1 Vol F1 Dok 3, Abendroths Bericht über Ritzebüttel 1817.
[3] So auch Kopitzsch: Grundzüge, Tl. 1, S. 364f.
[4] Abendroth: Ritzebüttel, Tl. 1, S. 56.
[5] Abendroth: Ritzebüttel, Tl. 2, S. 37.
[6] Abendroth: Ritzebüttel, Tl. 1, S. 56.
[7] Sieveking: Georg Heinrich Sieveking, S. 51.
[8] SUB Hamburg, Nachlass Gurlitt III 308f, Abendroth an Gurlitt, 1.2.1818.
[9] SUB Hamburg, Nachlass Gurlitt IV 193f, Abendroth an Gurlitt, 19.1.1821.
[10] SUB Hamburg, Nachlass Gurlitt III 308f, Abendroth an Gurlitt, 1.2.1818.
[11] Büsch: Wort, S. 10-19.
[12] Abendroth: Ritzebüttel, Tl. 2, S. 37.
[13] Reimarus: Lebensbeschreibung, S. 2.
[14] Reimarus: Lebensbeschreibung, S. 3.
[15] Büsch: Wort, S. 57f.
[16] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 42, Memorandum Abendroths, 3.8.1831, S. 10.
[17] Beneke: Tagebücher, 9.9.1825.
[18] Zitiert nach Kurig: Johannes Gurlitt, S. 31
[19] Reincke: Briefwechsel, S. 237.
[20] Buek: Handbuch, S. 97 ff.; Heß: Hamburg, Teil 2, S. 374-380.
[21] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 38 Dok 11b, Abendroth zum Reformplan Binders, 31.1.1837.
[22] Zitiert nach Kurig: Johannes Gurlitt, S. 50.
[23] Zitiert nach Kurig: Johannes Gurlitt, S. 54.
[24] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 42, Memorandum Abendroths, 3.8.1831, S. 10.
[25] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 38 Dok 11b, Abendroth zum Reformplan Binders, 31.1.1837.
[26] Kraft: Chronik, S. 15.
[27] Kraft: Prüfung, S. 27.
[28] Kraft: Chronik, S. 4.
[29] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 38 Dok 11b, Abendroth zum Reformplan Binders, 31.1.1837.
[30] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 30, von Abendroth konzipierte und unterschriebene Vorlage des Scholarchats für den Senat, November 1829.
[31] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 30, von Abendroth konzipierte und unterschriebene Vorlage des Scholarchats für den Senat, November 1829.
[32] StAHH, Scholarchat VII D 7 Dok 8, Abendroth an Senator Schlüter, 24.3.1831.
[33] StAHH, Scholarchat VII D 7 Dok 8, Abendroth an Senator Schlüter, 24.3.1831. Petersen war wahrscheinlich der Altphilologie Christian Petersen, bei der Gymnasialsache drehte es sich um das Akademische Gymnasium, von dem gleich noch die Rede sein wird.
[34] StAHH, Scholarchat VII D 7 Dok 8, Abendroth an Senator Schlüter, 24.3.1831.
[35] StAHH, Scholarchat VII D 7 Dok 8, Abendroth an Senator Schlüter, 24.3.1831.
[36] Hudtwalcker: Jahrhundert, Bd. 3, S. 376.
[37] Bartels: Meurer, S. 8-10. Heinrich Meurer war Bartels‘ Lieblingsbürgermeister des 17. Jahrhunderts. Er hatte die Machtansprüche der Bürgerschaft energisch zurückgewiesen.
[38] Gallois: Geschichte, Bd. 3, S. 598.
[39] Kraft: Chronik, S. 4.
[40] StAHH, Scholarchat VII D 7 Dok 9, Abendroth an Senator Schlüter, 7.5.1833.
[41] StAHH, Scholarchat VII D 7 Dok 9, Abendroth an Senator Schlüter, 7.5.1833. Johann Georg Christian Lehmann war Professor für Physik und Naturgeschichte am Akademischen Gymnasium sowie Gründer des Botanischen Gartens, Ernst Gottfried Adolf Böckel Hauptpastor an Jakobi.
[42] StAHH, Scholarchat VII D 7 Dok 8, Abendroth an Senator Schlüter, 24.3.1831.
[43] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 38 Dok 11b, Abendroth zum Reformplan Binders, 31.1.1837.
[44] StAHH, Scholarchat VII D 7 Dok 8, Abendroth an Senator Schlüter, 24.3.1831.
[45] StAHH, Scholarchat VII D 7 Dok 8, Abendroth an Senator Schlüter, 24.3.1831.
[46] StAHH, Scholarchat VII B 1 Dok 24, Protokoll der Schuldeputation, 27.1.1831.
[47] StAHH, Scholarchat VII B 1 Dok 24, Protokoll der Schuldeputation, 27.1.1831.
[48] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 2 Vol 22, Vortrag Schlüters im Senat, 30.7.1834.
[49] Krämer: Einrichtung der Realschule, S. 13.
[50] Krämer: Einrichtung der Realschule, S. 20.
[51] Brief Abendroths, 28.1.1828, zitiert nach Wurm: Abendroth, Text bei Stubbe da Luz: Hamburg, Bd. 1, S. 357.
[52] Krämer: Einrichtung der Realschule, S. 24.
[53] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 2 Vol 22 Dok 18, Referat Schlüters im Senat, 11.5.1835.
[54] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 2 Vol 24 Dok 4.
[55] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 2 Vol 22 Dok 6, Resolution des Bürgerschaftspräsidiums, 20.8.1834.
[56] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 2 Vol 22 Dok 3, Senatsresolution, 30.7.1834.
[57] Gallois: Geschichte, Bd. 3, S. 356f.
[58] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 38 Dok 11b, Abendroth zum Reformplan Binders, 31.1.1837.
[59] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 2 Vol 24 Dok 4.
[60] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 25 und 29.
[61] StAHH, Scholarchat VI D 2a Blatt 72, Memorandum Abendroths, Oktober 1827.
[62] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 42, Memorandum Abendroths, 3.8.1831, S. 34.
[63] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 38 Dok 11b, Abendroth zum Reformplan Binders, 31.1.1837.
[64] Kurig: Johannes Gurlitt, S. 26.
[65] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 42, Memorandum Abendroths, 3.8.1831, S. 37.
[66] StAHH, Senat Cl VII Lit He No 1 Vol 33 Dok 42, Memorandum Abendroths, 3.8.1831, S. 36f.
[67] StAHH, Scholarchat VII B 1 Dok 12, Protokoll der Schuldeputation, 3.3.1829.
[68] StAHH, Senat Cl VII Lit Lb No 16 Vol 7 Fasc 1 Dok 194, Abendroth an Hoffmann, 19.4.1829.
[69] StAHH, Scholarchat VII D 7, Abendroth an Senator Schlüter, 7.5.1833.


